
Iran sei zur Diplomatie bereit, warnt USA aber vor Krieg, der dem Jüngsten Gericht gleichkäme
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warnte am 27.9., der Iran sei absolut für eine neue militärische Konfrontation mit den USA vorbereitet, auch auf einen Krieg wie beim Jüngsten Gericht, behauptete aber, Teheran sei bereit, eine diplomatische Vereinbarung mit Washington auszuhandeln. In einem Fernsehinterview sprach Araghtschi an, dass US-Präsident Donald Trump den iranischen „7-Tage-Vorschlag“ abgelehnt hatte, der zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Wiederaufnahme der normalen Aktivitäten im Persischen Golf führen sollte. Er sagte, Teheran sei bereit, den strategisch wichtigen Wasserweg wieder zu öffnen, wenn dafür die eingefrorenen iranischen Mittel freigegeben und die Einschränkungen für den Verkauf von iranischem Öl aufgehoben werden und wenn dazu der Krieg beendet wird. Araghtschi erklärte, das vorgeschlagene Arrangement würde den USA gestatten, die erbetenen Maßnahmen innerhalb von vier bis fünf Tagen zu ergreifen, woraufhin die Straße von Hormus am 6. Tag wieder geöffnet und die Verhandlungen über eine endgültige Vereinbarung am 7. Tag wieder aufgenommen werden könnten. Obwohl Trump dies öffentlich abgelehnt habe, warte der Iran noch auf eine offizielle Reaktion durch die Vermittler. Auf die Frage, ob er dem US-Präsidenten vertraue, erwiderte Araghtschi: „Wir vertrauen uns selbst. Wir sind bereit, den diplomatischen Weg zu gehen. Gleichzeitig sind wir für einen Krieg bereit.“ In Bezug auf Berichte, wonach Trump nach den bevorstehenden Zwischenwahlen in den USA [zur Hälfte der Amtszeit des Präsidenten] die Militäreinsätze wieder aufnehmen könnte, sagte Araghtschi: „Wir sind definitiv vorbereitet, wenn der Krieg wieder anfangen sollte. Ich sage es noch einmal: Wir halten im Falle von neuen Angriffen an unserer Position fest, selbst wenn es zu einem Krieg ähnlich wie beim Jüngsten Gericht käme.“ Er behauptete, der Iran habe seinen militärischen Ansatz nach den letzten Konfrontationen angepasst. „Wir haben unsere Lehren aus den beiden letzten Kriegen gezogen. Unsere Taktiken haben wir entsprechend korrigiert.“ In Bezug auf die Vorräte an bis zu 60 % angereichertem Uran, die viel größer sind, als was je für zivile Zwecke benötigt würde, behauptete er erneut, das Material sei ausschließlich für friedliche Zwecke gedacht, und fügte hinzu, Teheran ziehe es vor, die Diskussion über sein Atomprogramm auf einen späteren Zeitpunkt in den Verhandlungen zu verlegen. (INN, VFI News)
„Wenn ein Heer sich gegen mich lagert, nicht fürchtet sich mein Herz; wenn Krieg sich gegen mich erhebt, hierauf vertraue ich.“ – Psalm 27,3