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Tunnel

Ehemalige Geisel kam in der Haft zum Glauben

Über 18 Monate nach der Rückkehr aus der Hamas-Gefangenschaft öffnete sich jetzt die frühere Geisel Omer Schem Tov. In einem aufgezeichneten Interview sagte er, anstatt den Horror, den er erdulden musste, zu dokumentieren, beschreibe er in seinem neuen Buch „Meeting Myself in Hell“ (sinngemäß „Wie ich mir in der Hölle selbst begegnete“) eine innere Reise, auf der er sich für das Leben, den Glauben und die Hoffnung entschied. Sein Buch sei nach langem Zögern entstanden. „Ich wollte kein Buch veröffentlichen, das wieder eine Geisel geschrieben hatte“, gab er zu. „Ich sagte mir, bald würde es ein ganzes Regal voller Bücher geben, die Geiseln geschrieben haben. Ich wollte nicht wie andere Autoren auf jenem Regal stehen. Am Ende kam ich zu dem Schluss, dass ich anderen Menschen nicht nur erzählen wollte, was mir passiert war. Ich wollte berichten, wie man in der Finsternis aufstehen und darin Licht finden kann.“ Eines der schmerzlichsten Kapitel handelt von dem Verantwortungsgefühl, das er für seine Freunde Maya und Itay spürte, die er überredet hatte, mit ihm zum Nova-Festival zu gehen. „Maya war meine beste Freundin. Ich war derjenige, der sie überredet hatte, mitzugehen. Und Itay kam ihretwegen mit. Zu wissen, dass sie dort waren, verwundet und entführt wurden – nur meinetwegen –, war für mich unbeschreiblich schwer. Keine von beiden gab mir je die Schuld, aber es war für mich sehr schwer, dieses Gefühl loszulassen.“ Dieses Verantwortungsgefühl begleitet ihn, wenn er Familien von gefallenen IVK-Soldaten und verwundeten Truppen, die im Krieg gekämpft hatten, besucht. „Es gab Menschen, die in die Hölle gingen, um mich zu retten. Manche wurden schwer verwundet. Andere kehrten nie mehr heim“, sagte er. „Wenn verwundete Soldaten mir sagen ‚Ich würde es immer wieder machen‘, bewegt mich das tief. Es ist schwer zu fassen, dass jemand bereit ist, so einen Preis für dich zu zahlen.“ (INN, VFI News)

„Denn Du, Du machst meine Leuchte scheinen. Der HERR, mein Gott, erhellt meine Finsternis. – Psalm 18,29

Die Artikel in den Beiträgen spiegeln nicht unbedingt die Meinung von VfI wider. Wir sind darum bemüht, so genau wie möglich über Dinge zu berichten, die Israel, den Nahen Osten, die Diaspora und Juden auf der ganzen Welt betreffen, und hoffen, diese Mitteilungen sind für euch informativ und helfen euch, präziser zu beten.