
Britischer Premier in der Kritik wegen Begrüßung von freigelassenem Aktivisten
Kier Starmer hieß den ägyptischen Briten Alaa Abd Al-Fattah nach dessen Freilassung aus dem Gefängnis in Ägypten wieder in Großbritannien willkommen. Dafür wurde Starmer prompt kritisiert. Er hatte Al-Fattahs Unterstützer gelobt, dem ägyptischen Präsidenten für die Begnadigung gedankt und die Familienzusammenführung als Errungenschaft seiner Regierung bezeichnet. Die Kritik kam, nachdem Beiträge von Al-Fattah in sozialen Netzwerken wieder aufgetaucht waren, in denen er sich für Gewalt gegen „Zionisten“ aussprach. Jüdische Persönlichkeiten zeigten sich besorgt über die feierlichen Töne in einer Zeit, in der Antisemitismus in Großbritannien steige. Die Konservativen forderten eine Stellungnahme des Premiers darüber, ob dieser um die Rhetorik des Aktivisten gewusst habe. Die Labour-Partei, die die Regierung stellt, berief sich dagegen auf den britischen Pass Al-Fattahs und das Prinzip, dass willkürliche Freiheitsberaubung ungerecht sei. Gegner argumentierten, Menschenrechte und eine deutliche Ablehnung von extremistischem Sprachgebrauch müssten gegeneinander aufgewogen werden. Die Kontroverse unterstreicht, das Spannungsfeld zwischen dem Eintreten für zivile Freiheiten und der Verantwortung, sich Antisemitismus und gewaltverherrlichender Rhetorik zu widersetzen. (GR, VFI News)