
Ranghoher Iraner blockiert Abkommen
Die Entscheidung des Iran, Israel nach ein paar Monaten der Waffenruhe mit ballistischen Raketen zu beschießen, war mehr als eine militärische Botschaft, sondern deutet auf die neuen Machtverhältnisse in Teheran hin. Verantwortlich für den Angriff war der Kommandant der Revolutionsgarde, Ahmad Wahidi. Seit einigen Monaten ist er der einflussreichste Iraner im Regime. Er setzte sich gegen moderatere Stimmen durch, die gegen den Angriff waren und Angst hatten, dies könne den Kontakt zu den USA gefährden und die Aussichten auf ein Abkommen schmälern. So überredete Wahidi den Höchsten Rat für Nationale Sicherheit, für die Angriffe zu stimmen. Er löste den ersten Schusswechsel zwischen dem Iran und Israel seit dem Waffenstillstand im April 2026 aus. In Gesprächen mit Washington besteht er auf einem harten Kurs, verlangt die Wiederherstellung der abschreckenden Wirkung der iranischen Armee, den Schutz der Hisb-Allah und die Bewahrung der Raketenlager Teherans ebenso wie seiner eingefrorenen finanziellen Mittel. Wahidis Einfluss steigt, seit er Mohammad Pakpours Position eingenommen hat. Dieser war bei einem Militäranschlag verletzt worden. Nun ist Wahidi als Anführer der stärksten bewaffneten Truppe des Terrorregimes für 200.000 Kämpfer zuständig. Er ist seit 1979 Gründungsmitglied der Revolutionsgarde, war schon mit 23 Jahren Leiter ihres Geheimdienstes, etablierte die Quds-Einheiten und trug dazu bei, dass die Hisb-Allah die herrschende Macht im Libanon wurde. Über die Köpfe von Präsident Massud Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi hinweg hat er die Prioritäten für das Regime zu Kriegszeiten festgelegt und ist zum größten Störfaktor beim Erreichen eines Abkommens mit den USA geworden. (INN, VFI News)