
Texas legt Leseliste fest
Texas hat erstmals für Kinder zwischen 4 und 18 Jahren Pflichtlektüre für öffentliche Kindergärten und Schulen im gesamten Staat festgelegt, darunter das Tagebuch der Anne Frank, Abschnitte in der Bibel und Texte über Juden und den Holocaust. Die von Republikanern kontrollierte Schulbehörde segnete die Liste am 26.06. mit 9 zu 5 Stimmen ab. Der Lehrplan gilt ab 2030 für rund 5,5 Millionen Kinder. Damit wird die Autorität auf der Ebene des Bundesstaates über die Auswahl der Lektüre gestärkt, die bisher Schulen und Lehrern überlassen war. Die Liste umfasst über 150 Titel, wie Elie Wiesels Holocaust-Memoiren Die Nacht, Lois Lowrys Wer zählt die Sterne und George Washingtons gefeierten Brief aus dem Jahr 1790 an eine Synagoge im Bundesstaat Rhode Island. Ab der 4. Klasse werden die Schüler auch Passagen aus der Bibel lesen sowie klassische Werke, beispielsweise E. B. Whites Wilbur und Charlotte und George Orwells Farm der Tiere. Bei Anne Franks Tagebuch entschied man sich für die Originalversion und gegen eine in Kritik geratene Adaption. Führenden Juden gefällt nicht, dass christliche Inhalte in staatlichen Schulen unterrichtet werden sollen. * Das Bildungsministerium will der sinkenden Anzahl von Büchern entgegenwirken, die in Schulen gelesen werden und vorgeben, welche Art von Texten den Schülern präsentiert werden sollen. Da es in Texas enorme Schülerzahlen gibt, wirken sich die Entscheidungen der dortigen Schulbehörde auf andere US-Bundesstaaten aus. Dass die Heilige Schrift und Texte über den Holocaust inbegriffen sind, wird dafür sorgen, dass die nächste Generation mit entscheidenden Fragen über Glauben und Gedenken konfrontiert werden. (Times of Israel, VFI News)
„Erziehe den Knaben seinem Weg gemäß; er wird nicht davon weichen, auch wenn er alt wird.” – Sprüche 22,6