Logo

VFI News 23. Oktober 2021

Hunderte Ärzte im Praktikum und Assistenzärzte kündigen in Israel

Hunderte von Ärzten im Praktikum (AiP) und Assistenzärzten von 35 Krankenhäusern in ganz Israel reichten am 18.10.2021 ihre Kündigung zum 1.11. ein, wie die israelische öffentliche Rundfunkanstalt KAN meldete. „Das ist nur die erste Phase“, so die Gewerkschaft Mirscham. Weitere Kündigungen würden folgen, so der Sender N12. „Wenn die geplanten Kürzungen der Schichten nicht noch weiter gekürzt werden, gibt es in den kommenden Tagen in Dutzenden von Krankenhausabteilungen im ganzen Land weitere Kündigungen.“ Mirscham hatte vergeblich mit dem Gesundheitsministerium gerungen. Die Kündigungen folgen auf lange Proteste; die Mediziner müssen 26 Stunden am Stück arbeiten, häufig ohne Ruhephase oder Zeit zum Essen. Oftmals können sie vor lauter Arbeit stundenlang nicht einmal zur Toilette, weil die Krankenhäuser so überlastet sind. „Wir hätten nicht gedacht, dass es soweit kommt“, so Mirscham, „wir fühlen uns zwar den Patienten verpflichtet, die ihr Leben in unsere Hände geben, aber wir können so nicht weitermachen und ihnen die nötige medizinische Versorgung gewähren, die ihnen zusteht, ohne sie und uns in Gefahr zu bringen, weil wie 26 Stunden arbeiten müssen.“ Noch am Samstagabend, den 16.10, wurde eine Notsitzung abgehalten, um die Flut von Kündigungen zu verhindern. * Es kriselt schon seit Ende September; die Kündigungen wurde Anfang Oktober angedroht. Am 17.10. demonstrierten Medizinstudenten aus ganz Israel in Tel Aviv, um die AiP und Assistenzärzte zu unterstützen, die im Kampf für die Kürzung der Schichten bereits gekündigt hatten. Aus Solidarität streikten über 300 Studenten von den Universitäten von Tel Aviv, Ariel und Jerusalem, des Negevs sowie vom Technion-Institut mit. (Jerusalem Post, VFI News)

„Der siebte Tag ist Sabbat dem HERRN, deinem Gott: Du sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd, und dein Rind und dein Esel und all dein Vieh, und dein Fremder, der in deinen Toren ist; damit dein Knecht und deine Magd ruhen wie du.“ – 5. Mose 5,14

Hamas baut an der libanesischen Grenze zweite Front gegen Israel und beschießt Israel mit Raketen

Das Alma-Forschungs- und Bildungszentrum, eine israelische Denkfabrik, die auf Sicherheitsbedrohungen an der Grenze im Norden spezialisiert ist, veröffentlichte diese Woche einen Bericht über das wahre Ausmaß der militärischen Aktivitäten der Hamas im Libanon. Er zeigt, dass die in Gaza herrschende Terrorgruppe Hamas eine zweite Front baut, von der aus sie Israel angreifen kann. Genannt werden in dem Bericht die wichtigsten politischen und militärischen Anführer der Hamas, die auf libanesischem Gebiet aktiv sind, sowie die verschiedenen militärischen Projekte und Arbeitspläne. Auch die Namen der Orte von einigen der wichtigsten militärischen Stützpunkte der Hamas im Libanon sind in dem Bericht enthalten. Weiterhin geht er auf die komplexen Beziehungen der Hamas mit der vom Iran geführten, radikalen schiitischen Achse ein. Zu lesen ist außerdem, wie die beiden operativen Einheiten der Hamas im Libanon, El-Shimali und Khaled Ali, neue Mitglieder rekrutieren, für spezielle Fertigkeiten ausbilden, zum Beispiel als Scharfschützen oder Bediener von Raketenabwehranlagen, von Drohnen und so weiter. Diese Einheiten entwickeln und bauen ihre eigenen Waffen, wie Raketen, offensive Drohnen und unbemannte Unterwasserfahrzeuge. Sie gründen operative Zellen und bereiten sich darauf vor, Israel anzugreifen. Die beiden Zweige werden vom „Baureferat“ der Hamas im Libanon und in der Türkei geleitet, welches die Aktivitäten der Hamas im Libanon sowie in Gaza und in Judäa und Samaria beeinflusst. Das Baureferat arbeitet heimlich von im Libanon befindlichen „palästinensischen Flüchtlingslagern“ aus, gedeckt von der Hisb-Allah und der libanesischen Regierung. * Man geht davon aus, dass Saleh al-Arouri, einer der stellvertretenden Leiter im politischen Büro der Hamas im Libanon, der für Terroranschläge in Judäa und Samaria verantwortlich ist, auch hinter der Entführung und Ermordung von drei israelischen Teenagern im Jahr 2014 steckt. (Damals hatten die Israelischen Verteidigungskräfte als Reaktion einen Rückschlag auf Gaza durchgeführt.) Fakt ist, die Aktivitäten der Hamas im Libanon werden von den iranischen Quds-Elitetruppen gesteuert. * Dies stellt eine große Bedrohung dar, weil die Hisb-Allah praktisch unter Führung des Irans, durch seine Finanzierung und die Entsendung von wichtigen Kerngruppen der Islamischen Revolutionsgarde etabliert wurde, um an der nordisraelischen Grenze gegen Israel zu kämpfen. Der Iran unterstützt auch das Regime des syrischen Diktators Baschar al Assad in dessen brutalem Bürgerkrieg gegen sein eigenes Volk. Beweise dafür, dass die Hamas im Libanon aktiv ist, waren fünf Fälle, bei denen zwischen Mai und August dieses Jahres Grad-Raketen vom Libanon aus auf Israel abgefeuert wurden. Dem Bericht zufolge wurden zumindest einige davon mit Wissen und Zustimmung der Hisb-Allah abgefeuert – der Terrororganisation, die mindestens ein Drittel des libanesischen Parlaments ausmacht. Abschließend heißt es in dem Bericht von Alma, dies bestätige eine Kluft zwischen der Hamas und der Hisb-Allah. Da die Hamas Israel vom Libanon aus beschossen hatte, sei die Hisb-Allah gezwungen gewesen, dies auch zu tun. (i365, VFI News)

„Getrübte Quelle und verdorbener Brunnen: So ist der Gerechte, der vor dem Gottlosen wankt.“ – Sprüche 25,26

Einwanderung soll Fachkräftemangel ausgleichen

Das israelische Kabinett verabschiedete nun zwei Resolutionen, um den Mangel an Fachleuten im Hightech- und medizinischen Bereich, darunter an Ärzten und Krankenschwestern, entgegenzuwirken. Die Vorschläge zur Vereinfachung der Bürokratie bei deren Einwanderung waren von der Ministerin für Immigration Peninna Tamano-Schata befürwortet worden, da Einwanderer die israelische Wirtschaft voranbrächten und die Regierung dieses Potential voll ausschöpfen müsse. Nun würden Arbeitsgruppen zwischen den Ministerien gebildet, um ein operatives Projekt zu entwickeln, mit dem Fachkräfte im Bereich Ingenieurwesen und Hightech zur Einwanderung ermutigt werden sollen. Auch soll ein Mechanismus eingebaut werden, mit Hilfe dessen diese Experten gleich mit potentiellen Arbeitgebern in Israel in Kontakt gebracht werden können – und zwar noch bevor sie auswandern. Derzeit fehlen 13.000 bis 20.000 Ingenieure und Hightech-Fachleute, wie das Ministerium am 17.10. mitteilte, wobei 60 % der Firmen Probleme hätten, entsprechend qualifiziertes Personal zu finden. Die Arbeitsgruppe mit Vertretern aus zahlreichen Ministerien und der Wirtschaft soll nicht nur Juden in der Diaspora mit den entsprechenden Abschlüssen zur Alijah animieren, sondern auch im Ausland lebende israelische Bürger überzeugen, ihre Qualitäten im jüdischen Heimatland zu investieren. Der angedachte Mechanismus, den das Einwanderungsministerium zusammen mit der Einwanderungsbehörde entwickeln soll, wird Hightech-Kandidaten mit potentiellen Arbeitgebern in Verbindung bringen, bevor die potentiellen Einwanderer im Land eintreffen. So können die Firmen die potentiellen Angestellten einschätzen – und die Einwanderer haben so schon vor ihrem Umzug eine Stelle bei einer passenden Firma. „Die Einwanderung ist die beste Art des Wachstums für die israelische Wirtschaft“, sagte Tamano-Schata. „Mit dieser Resolution können Tausende von Bewerbern, die bereits ihr Interessen an der Alija kommuniziert haben, in die israelische Wirtschaft integriert werden, die somit fachlich gut ausgebildete und erfahrene Arbeitskräfte gewinnt.“ Die zweite Resolution sieht die Gründung eines weiteren Komitees vor, das sich in Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und anderen Dienstleistern im Gesundheitswesen auf Ärzte und Krankenschwestern und deren Integrierung konzentrieren soll. „Wir wollen gerne dabei helfen, dass neue Einwanderer in Krankenhäusern Arbeit finden. So bekommen wir erfahrene Profis für das Gesundheitswesen, was zwei Missionen dient – der zionistischen und der medizinischen“, so Finanzminister Avigdor Lieberman. (Jerusalem Post, VFI News)

Dankt Gott mit uns für das Wachstum Israels im Ingenieurwesen und im Bereich Medizin.

Alija steigt

Dieses Jahr sind die Einwanderungszahlen um 31 % gestiegen, denn bisher kamen 20.360 neue Einwanderer nach Israel. Im Vergleichszeitraum 2020 waren es 15.598, wie am „Tag der Einwanderung“, dem 13.10. bekannt wurde. Dennoch liegen die Zahlen weit unter denen vom 2019 mit rund 34.000 Neuankömmlingen. Im Gesamtjahr 2020 kamen 20.000 Personen. Dieses Jahr werden es bei gleichbleibender Tendenz rund 27.000, was 22 % weniger werden als 2019. In 2020 Jahr kamen bisher 5.075 Personen aus Russland und 3.104 aus den USA (mithilfe von Nefesch B’Nefesch). Aus Frankreich trafen 2.819 Juden ein, aus der Ukraine 2.123, aus Weißrussland 780, aus Argentinien 633, aus Großbritannien 490, aus Brasilien 438, aus Südafrika 373 und aus Äthiopien 1.589, letztere dank der „Operation Zur Israel“ unter Leitung der Einwanderungsbehörde und des Ministeriums, wodurch Familien nach Jahrzehnten zusammengeführt wurden. In Jerusalem leben nun 2.184 Neulinge, 2.122 Einwanderer zogen nach Tel Aviv, 2.031 nach Netanja, 1.410 nach Haifa und 744 nach Aschdod. In Ra’anana, Beit Schemesch, Naharija, Beerscheba und Bat Jam trafen 2020 bisher mehr als 600 neue Personen jüdischer Abstammung ein. (Jerusalem Post, VFI News)

Hebräer 13,2

Taucher findet altes Schwert

Ein Taucher fand jetzt im Norden des Landes bei Karmel ein 900 Jahre altes Schwert aus der Zeit der Kreuzzüge – nebst anderen Gegenständen, wie die Altertumsbehörde (IAA) am 18.10. mitteilte. Atlit, der in Schlomi Katzin lebt, übergab die Waffe der IAA und bekam dafür das „Zertifikat für gute Bürger“. Er hatte das Schwert am 16.10. bei einem Tauchgang vor der Küste gefunden, wo die Wellen und die Unterströmungen den Sand verfrachtet und den Gegenstand so freigelegt hatten, wie es in einer Erklärung der IAA hieß. Erst erspähte Atlit Steine und Anker aus Metall, dann das mit Meerestieren verkrustete Schwert mit einer Länge von 1 m und einem 30 cm langen Griff. „Das vollkommen erhaltene Schwert ist wunderschön. Ein seltener Fund. Es gehörte offensichtlich einem Kreuzritter“, sagte Nir Distelfeld, ein Prüfer bei der Abteilung zur Verhinderung von Raub bei der IAA. Das Schwert ist vermutlich aus Eisen. (Times of Israel, VFI News)

Die Artikel in den Beiträgen spiegeln nicht unbedingt die Meinung von VfI wider. Wir sind darum bemüht, so genau wie möglich über Dinge zu berichten, die Israel, den Nahen Osten, die Diaspora und Juden auf der ganzen Welt betreffen und hoffen, diese Mitteilungen sind für euch informativ und helfen euch, präziser zu beten.

Segnet Israel

Danke für eure liebe Unterstützung für Israel im Gebet und im Geben, wie für unsere Schulranzenaktion: https://www.visionforisrael.com/de/projekte. Genießt die Bilder und (englischen) Kommentare in unseren Roots & Reflections-Sendungen: https://www.youtube.com/c/RootsReflections/featured

Korinther 15,58