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Weitere historische Funde nahe der US-Botschaft

Innerhalb eines massiven Komplexes, in dessen Gebäuden aus der Zeit des ersten Tempel Steuern eingetrieben wurden und die als Lagerräume dienten, ist nun die bisher größte Sammlung an Siegelabdrücken aus der Zeit der Könige von Juda entdeckt worden. Die Ruinen des Hauptgebäudes, welches sich unweit der US-Botschaft in Jerusalem befindet, war von seiner Größe und seinem architektonischen Stil her bemerkenswert, wie der Archäologe Neri Sapir, der die Ausgrabungsarbeiten leitet, sagte. Der Komplex – keine 3 Kilometer von der Altstadt entfernt – wurde den Fachleuten der Altertumsbehörde zufolge für administrative Zwecke verwendet, als Juda vom 8. bis zur Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr. von Hiskia und Manasse regiert wurde. Man hatte über 120 Henkel von Krügen gefunden, die vor 2.700 Jahren in der alten hebräischen Schrift und mit anderen Dingen markiert worden waren. Alles deutet darauf hin, dass dort Steuern bezahlt wurden. Viele Henkel enthalten die Abkürzung „für den König“. So markierte man damals die Gefäße mit Nahrungsmitteln, die als Zehnter für den jüdischen König abgegeben wurden. (TOI, VFI News)