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Reaktionen auf den Friedensplan

Der britische Außenminister Dominic Raab sagte am Dienstag, den 28.1.2020, der US-Plan sei definitiv ein ernstzunehmender Vorschlag, der offensichtlich viel Zeit und Mühe gemacht habe: „Wir ermutigen die Führungen Israels und der palästinensischen Gebiete, diese Pläne wirklich in Betracht zu ziehen und zu prüfen, ob sie nicht der erste Schritt in Vorbereitung auf neue Verhandlungen sein könnten.“ Frankreich begrüßte die Bemühungen Trumps und wollte den Friedensplan genau studieren. Auch Australien freute sich über Trumps „Vision für Frieden“ als einen Schritt in Richtung Zwei-Staaten-Lösung zur Beendigung des israelisch-palästinensischen Konfliktes. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte, die UNO sei dafür, dass zwei Staaten innerhalb der Grenzen von vor 1967 friedlich und sicher nebeneinander leben. Botschafter aus Oman, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten waren zugegen, als Trump den Plan im Weißen Haus enthüllte, wodurch sie ihrer Unterstützung für die Vision ganz öffentlich Ausdruck verliehen. Saudi Arabien, das früher ein Schwergewicht in der Region war, weil es die Palästinenser verteidigte, blieb stumm. Der saudische Kronprinz war zu dem Schluss gekommen, dass die Palästinenser zu einer finanziellen und politischen Last geworden waren, und dass sich diese Investition nicht mehr lohne. Der Botschafter der VAE in Washington, Yousef al-Otaiba, sagte, der Plan sei ein wichtiger Ausgangspunkt für die Rückkehr an den internationalen Verhandlungstisch unter Leitung der USA. Aus dem ägyptischen Außenministerium hieß es, der Plan sei für eine Lösung, durch welche das palästinensische Volk – dank der Gründung eines unabhängigen Staates in den palästinensischen Gebieten – alle „legitimen Rechte“ wiederbekäme. Ägypten, neben Jordanien das einzige arabische Land, das einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnet hat, verkündete, es wisse die Bemühungen der US-Regierung zu schätzen, diesen jahrzehntealten Konflikt lösen zu wollen. Es war keine Überraschung, dass der Iran den Plan des Jahrhunderts sofort ablehnte. Hesameddin Ashena, ein Berater des iranischen Präsidenten Hassan Rohani, schrieb auf Twitter: „Der beschämende Friedensplan, den Amerika den Palästinensern überstülpen will, ist der Hochverrat des Jahrhunderts und zum Scheitern verurteilt.“ (VFI News)

„Bittet um die Wohlfahrt Jerusalems! Es gehe wohl denen, die dich lieben!“ – Psalm 122,6