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Ein ruhiges Purimfest in Israel

„... dass der König den Juden, die in jeder einzelnen Stadt wären, gestattet habe, sich zu versammeln und für ihr Leben einzustehen, zu vertilgen, zu töten und umzubringen alle Heeresmacht von Volk und Landschaft, die sie, ihre Kinder und Frauen bedrängen würden, und ihre Habe zu plündern.“ Esther 8,11

Dieses Jahr begann das Purimfest bei Sonnenuntergang am 9.3. und endete am darauffolgenden Abend. An Purim erinnern wir uns an die biblische Königin Ester, die das jüdische Volk vor dem Massenmord im alten Persien rettete. In Israel feiern für Jung und Alt, weltliche und religiöse Menschen zusammen und mit bunten Kostümen, lauten Umzügen und großen Festen. Doch dieses Jahr war das anders. Am Dienstag, den 10.3.2002 bestätigte das israelische Gesundheitsministerium mehr als zwölf neue Fälle von Corona; damit stieg die Zahl der Erkrankten auf 75. Fast 100.000 Personen befinden sich in einer 14-tägigen Quarantäne. Am 9.3.2020 forderte die Regierung alle sich im Ausland befindlichen israelischen Bürger zur Rückkehr auf. Sie und alle Besucher aus dem Ausland sollten ebenfalls in Quarantäne gehen. Große Versammlungen wurden untersagt. Diese Woche verbot das Gesundheitsministerium Versammlungen von mehr als 100 Personen, wodurch der Purimkarneval praktisch gestrichen wurde. David Stav, der Oberrabbi der Stadt Schoham, erklärte, es sei beschlossen worden, dass man für die Lesung zu Purim nicht physisch anwesend sein müsse. „Wenn jemand dieses Gebot erfüllen möchte, muss er es gewöhnlich mit seinen eigenen Ohren hören, wie die Verse zitiert werden“, so Stav. Er betonte, es sei unter strengen religiösen Gesetzen normalerweise nicht akzeptabel, die besondere Ester-Lesung am Telefon, im Radio, online oder im Fernsehen zu hören. Er wünschte allen Juden in Israel ein schönes Purimfest und sagte, er hoffe, der Virus würde bald überwunden. (VFI)

Herr, wir beten, dass alle, die an dem Virus erkrankt sind, Deine Heilung empfangen, und dass Du den anderen Menschen hilfst, ihren gesunden Menschenverstand einzusetzen, um diese Krankheit zu vermeiden. – Josua 1,8-9, Johannes 14,1, Psalm 91,3 und 6-7