Artikel 2 von 18

Beerdigungen und Demonstrationen in Beirut

Am 15.8. bereitete sich Beirut erneut auf einen düsteren Tag voller Trauer vor. Weitere Opfer der schlimmsten Explosion in der Geschichte des Landes sollten beerdigt werden. Tausende von zornigen Demonstranten wollten wieder gegen die Regierung protestieren. Nicht nur, dass Menschen durch das vermeidbare Unglück verletzt wurden oder starben, rund 300.000 Menschen sind nun obdachlos. Der hochgefährliche Sprengstoff war jahrelang im Hafen gelagert worden – trotz der mindestens zehn Warnschreiben, die der Zoll, die Armee, Sicherheitsfirmen und Juristen verfasst hatten. Dies hatte die Nachrichtenagentur AP unter Bezugnahme auf Dokumente, die in sozialen Medien aufgetaucht waren, berichtet. Präsident Michel Aoun soll erst vor drei Wochen von den 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat erfahren haben, obwohl er bereits seit vier Jahren im Amt ist. Gegenüber Journalisten sagte er, er habe sofort reagiert und die Armee und Sicherheitsbeauftragte beauftragt, das „Nötige“ zu tun. „Wissen Sie, wie viele Probleme sich angehäuft haben?“, fragte er zu seiner Verteidigung. Für Millionen von Bürgern beweist die Explosion nur, dass die repressive Regierung selbst in Sachen grundlegender Sicherheit auf ganzer Breite versagt hat. Am vergangenen Wochenende strömten Zehntausende Bürger aus dem ganzen Land nach Beirut, um zu zeigen, wie angewidert sie waren. (NYP, VFI News)

Bitte betet, dass das Land nach dieser schrecklichen Tragödie aufwacht. Möge die Bevölkerung für eine bessere Führung eintreten und sie auf friedliche Weise ins Amt wählen. „Aber das Recht wälze sich einher wie Wasser, und die Gerechtigkeit wie ein immerfließender Bach!“ – Amos 5,24