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Einsamkeit ist heilsam?

„Aber euch, die ihr Meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen mit Heilung in ihren Flügeln. Und ihr werdet ausziehen und hüpfen gleich Mastkälbern.“ Maleachi 3,20

Der international bekannte Romanautor Jack Engelhard schrieb jetzt Folgendes über die zehntausenden von Menschen wegen Corona aufgezwungene Isolation: „Vielleicht ist ein Pause in Bezug darauf, wie wir leben, gar nicht so schlimm – natürlich abgesehen für die, die krank sind. Vielleicht ist es keine schlechte Idee – wenn wir daran denken, dass wir allein zu Hause bleiben, getrennt von andren Menschen, wegen dem chinesischen Virus – zumindest auf begrenzte Zeit.“ Der US-amerikanische Profibasketball wurde für die gesamt Saison abgesagt. Trump hat Reisen von und nach Europa ausgesetzt. Schulen, Stadien, Straßen, Theater, Geschäfte, die U-Bahnen – all das und mehr ist leer oder fast leer; Veranstaltungen sind abgesagt – gemäß dem gesunden Menschenverstand und wegen der Warnungen von offizieller Seite, wohl auf den Rat von Ärzten hin. Das ist wie Science Fiction. Hat das Richard Matheson, der Autor von „Ich bin Legende“, geschrieben? Stephen King? Ray Bradbury? Dies ist eine Zombie-Welt: „nicht anfassen, nicht riechen, nicht fühlen, nicht anschauen, keinen Kontakt zu Fremden, Freunden und sogar Familienmitgliedern. Allein spaziergehen. Allein Autofahren. Händewaschen. Kein U-Bahnfahren. Sich von Menschenmengen fernhalten. Da dies für alle gilt, heißt das nun, dass es entlang der Grenze zu Gaza keine Ausschreitungen durch die Hamas mehr gibt und das Gangs in Brooklyn, die sonst den Juden und selbst ihren eigenen Leuten dort Furcht einjagen, jetzt nicht auf die Straß gehen, da sie ja nur in der Menge mutig sind, aber nie allein? Die Hooligans, die sonst die Straßen von Berkeley bis nach Paris, Brüssel und Teheran unsicher machen, halten sich vielleicht auch an die Verbote – ihrer eigenen Sicherheit wegen. Das sind vielleicht ein paar von den positiven Dingen, während die ganze Welt eingesperrt ist. Von den Champions der freiwilligen Einsamkeit fallen uns zwei ein: J.D. Salinger und Michel de Montaigne. Denen machte die Isolation nichts aus. Salinger wollte niemanden um sich herum haben. Wenn ihn jemand berührte oder auch nur erkannte, machte ihn das wahnsinnig. Alles, was er tat, war in seinem Zimmer zu sitzen und einen Roman zu schreiben. Allein, ganz für sich. Es gab kein Publikum, dass ihn von den Rängen anfeuerte oder ausbuhte. Es mag sein, dass man sich ab und an mal zurücklehnt oder einfach der Phantasie freien Lauf lässt oder ein Buch liest, anstatt sich dem vielen Lärm auf Twitter zuzuwenden. Allein und in der Stille könntest du dich als Endlagerstätte vom Müll der Welt wiederfinden. Du bist das Musterbeispiel für alle anderen. So steht es im Talmud, dem jüdischen Schriftwerk. Auch Montaigne (1533-1592) dachte das; er schrieb einen Aufsatz über Einsamkeit und was daran gut sein soll; er war der Väter aller Aufsätze. Doch schon lange davor schrieb König David poetische Aufsätze, die Psalmen, da konnte und kann ihm niemand das Wasser reichen. Davids Inspiration und Begeisterung kamen, als er als junger Mann alleine mit den Schafen auf den Wiesen unterwegs war. Für diejenigen von uns, die ihr tägliches Brot aus der Bibel brauchen, die jetzt aber nicht rausgehen dürfen, gibt es Computer. Sollte dieser Ausbruch ein Wink des Himmels sein, damit wir die Lautstärke etwas herunterdrehen? Es ist schrecklich laut geworden. Vielleicht sollen wir innehalten, über das nachdenken, was wir tun, wohin wir gehen und warum wir so in Eile sind. (VFI News)

„Geh hin, Mein Volk, tritt ein in deine Gemächer und schließ deine Tür hinter dir zu; verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergeht!“ Jesaja 26,20. Siehe auch 1. Mose 2,18 und Hebräer 10,25