
Israel warnt Bevölkerung durch Rabbis und Influencer vor Spionage für den Iran
Israelische Behörden haben bekannte Rabbis und ultraorthodoxe Influencer gewonnen. Diese sollen ihre Anhänger auffordern, nie mit iranischen Geheimdienstlern zusammenzuarbeiten. Mit dieser Kampagne soll dem Rekrutieren von Spionen für Teheran ein Ende bereitet werden. In den letzten zwei Jahren wurden Dutzende von Israelis, darunter Soldaten und Reservisten, wegen Spionage für den Iran angeklagt. Ein Soldat wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Mindestens neun Mitglieder einer charedischen (sprich ultraorthodoxen) Gemeinschaft waren unter den Angeklagten. Das Mobilisieren von religiösen Stimmen ist zu einem Schlüssel für die Polizei und Staatsanwaltschaft geworden, um diesem Trend entgegenzuwirken. Rabbi Jigal Cohen, ein Mitglied des Großrabbinats, postete ein Video, das vielfach geteilt wurde. Darin sagte er: „Ich flehe Sie an, denn es gibt keine schlimmere Gotteslästerung für einen torahtreuen, gläubigen Juden, als sein eigenes Volk zu verraten.“ Der prominente ultraorthodoxe Kommentator Israel Cohen sagte, die Gemeinde habe unter Schock gestanden, als sie von den Festnahmen hörte. Ihm sei klar, warum vor der Gefahr gewarnt und warum sie gestoppt werden müsse. Der Journalist Mendle Unger veröffentlichte ein Video auf Jiddisch, um ultraorthodoxe Aschkenasen (d. h. Juden aus Mittel-, Nord- und Osteuropa) zu erreichen. Die meisten rekrutierten Spione waren israelische Bürger, die in sozialen Medien von gesichtslosen Agenten angeheuert wurden, die mit dem Iran in Verbindung stehen. Sie boten ihnen für ihre Kollaboration Geld an; manche waren allerdings Ausländer, die sich mit einem Visum im Land aufhielten. Die Häscher gaben ihren Opfern zunächst leichte Aufgaben, wie das Fotografieren von öffentlichen Orten oder kleinere Verbrechen wie Vandalismus, bevor sie ihre Rekruten zu ernsteren und sogar gewalttätigen Verbrechen aufforderten. Die Anzahl der Fälle ist so rasant gestiegen, dass in Haifa im Damon-Gefängnis für die Verdächtigen eine zusätzliche Abteilung eingerichtet wurde. In den meisten Fällen laufen die Gerichtsverfahren noch. (Times of Israel, VFI News)
„Ein treuer Mann hat viel Segen; wer aber hastig ist, reich zu werden, wird nicht schuldlos sein.“ – Sprüche 28,20