
Wahlumfrage in Israel
Rund 42 % der Bürger, die bei der letzten Wahl für Premier Netanjahus Likud stimmten, werden Ende Oktober möglicherweise eine andere Partei wählen, wie Kanal 12 am 8.5. meldete. Zirka 58 % werden ihn wieder wählen. Von den Unentschlossenen sagten 37 %, der Grund sei, dass das Massaker vom 7.10.2023 nicht verhindert wurde. Etwa 23 % wollen nicht, dass ultraorthodoxe Jeschiwa-Studenten weiter keinen Wehrdienst machen brauchen. Weiteren 14 % missfiel Netanjahus Verhalten, 13 % sprachen Spaltungen in der israelischen Gesellschaft an und weitere 13 % waren unsicher. Die Umfrage zeigte, dass 10 % der Likud-Wähler von 2022 nun die Partei „Together“ unterstützen, die vom ehemaligen Premier Naftali Bennett mit Oppositionsführer Jair Lapid gebildet worden war. Etwa 6 % werden wohl für den ehemaligen IVK-Chef Gadi Eisenkot und seine 2025 gegründete Partei „Jaschar“ (zu Deutsch: ehrlich) stimmen. Zirka 4 % stehen hinter Avigdor Lieberman und dessen säkular rechtsgerichteten Partei Israel Beitenu. Auf die Frage, ob Netanjahu wieder kandidieren sollte, sagten 64 % der bisherigen Likud-Wähler ja. Allerdings erklärten 30 %, er solle in den Ruhestand gehen. Mögliche Nachfolger im Likud wären der frühere Mossad-Chef Jossi Cohen (für den 10 % stimmen würden); Wirtschaftsminister Nir Barkat (9 %) und Verteidigungsminister Israel Katz (8 %). Etwa 45 % der Befragten würden keinen der genannten Politiker wählen. Rund 67 % sind der Meinung, Netanjahus Sohn Jair dürfe nicht auf den Wahlzetteln erscheinen. (Times of Israel, VFI News)
„Viele Gedanken sind in dem Herzen eines Mannes; aber der Ratschluss des HERRN, er kommt zustande.” – Sprüche 19,21