
Saatgut aus biblischen Zeiten
Ein paar Getreidekörner, die aus einer alten Festung im Süden Israels stammen, wurden nun untersucht. Die Altertumsbehörde veröffentlichte Ende April in der Fachzeitschrift Levant ihre Ergebnisse über Proben aus der Festung Ein Hatzeva am Toten Meer. Demnach wurde die Festung wohl vor fast 2800 Jahren vom biblischen Königreich Israel erbaut und nicht Jahrzehnte später vom assyrischen Reich. Somit kontrollierte wohl Israel den internationalen Handel mit der arabischen Welt und übte eine Vormachtstellung in der Region aus – wie dies die Bibel auch beschreibt. Der Forscher Ben-Ami hatte Samen aus dem Getreidebunker der Festung an ein Labor im Weizmann-Institut für Wissenschaften in Rechovot geschickt. Die Ergebnisse überraschten Ben-Ami sehr. Die Mitverfasserin des Artikels, Elisabetta Boaretto, erklärte, die Prüfung ergab, dass die Samen aus den Jahren 791 bis 772 v. Chr. stammen. „Wenn archäologische Funde sprechen könnten, würden sie jetzt rufen, dass die Festung nichts mit den Assyrern zu tun hatte.“ Die Fundstätte entspricht der biblischen Siedlung Tamar, die in 1. Könige 9,17-18 erwähnt wird und wohl von König Salomo errichtet wurde. Ein Hatzeva befand sich an einer strategisch wichtigen Kreuzung der Weihrauch- und Gewürzstraße. Die neue Datierung platziert sie in die Zeit, als das Königreich Israel geteilt war, wodurch auch der biblische Bericht über die Reichweite und den Einfluss, den Israel im 8. Jh. v. Chr. hatte, bestätigt wird. (Times of Israel, VFI News)
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