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VFI News 6. November 2021

Vom iranischen Regime ausgepeitschter Lehrer erneut verhaftet

Die Islamische Republik Iran nahm letzte Woche erneut Javad Lal-Mohammadi, einen Lehrer und Menschenrechtler aus Maschhad fest, der bei seinem letzten Aufenthalt im Gefängnis ausgepeitscht wurde, weil er den höchsten Anführer des Irans, den Ajatollah Khomeini, zum Rücktritt aufgefordert hatte. In dem im August online gestellten Video sagte Lal-Mohammadi: „Ich saß acht Tage im Gefängnis. Acht Tage lang schlugen sie mich. Jedes Mal, wenn sie mich schlugen, rief ich: ‚Nein zur Islamischen Republik!’“ Weiter sagte er: „Herr Khomeini, verlassen Sie das Land. Das Volk ist Ihrer überdrüssig. Das Volk ist Ihrer aller überdrüssig, weil Sie all das Land zerstört und es mit Schutz gefüllt haben. Ehrenwertes iranisches Volk, ich habe acht Tage in einer Zelle verbracht. Acht Tage lang haben sie meinen Körper ausgepeitscht, den Körper eines Lehrers. Mein Körper war voller Blasen. Aber dennoch habe ich nicht gestöhnt. Sie hofften auf ein einziges Stöhnen von mir, aber sie haben keins gehört. Jedes Mal, wenn die Peitsche auf meinem Rücken landete, schrie ich: ‚Nein zur Islamischen Republik!’“ * Es gibt im Iran zwar keine unabhängigen Gewerkschaften, dennoch ist der Sektor für die Lehrer strukturiert. Im Bereich Bildung gab und gibt es bedeutende Unruhe unter den Beschäftigten. Im September demonstrierten Lehrer vor dem Parlament des Regimes wegen geringer Löhne und der Unterdrückung von Studenten und Lehrern; dies hatte das Zentrum für Menschenrechte im Iran gemeldet. (Jerusalem Post, VFI News) – Lukas 10,7

„Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel.“– Matthäus 5,10

Iran: Nationales Kraftstoffnetzwerk läuft nach großem Cyberangriff wiede

Seit dem 2.11.2021 funktioniert das iranische Vertriebssystem für Kraftstoff wieder normal, eine Woche nachdem es durch einen Angriff im Internet lahmgelegt worden war, wie es von offizieller iranischer Seite hieß. „Die 4.300 Vertriebsstellen sind wieder mit dem zentralen Kraftstoffverteilungssystem verbunden“, so ein Sprecher der inländischen Firma für den Vertrieb von Kraftstoff im Iran. Weiter sagte Fatemeh Kahi: „Ab jetzt können alle Tankstellen wieder subventionierten Kraftstoff über die digitalen Karten verkaufen.“ Ein Internetangriff vom 26.10. hatte alle Tankstellen im Iran in die Knie gezwungen, was zu Staus und langen Schlangen an den Tankstellen führte. Auf den Angriff gab es heftige Reaktionen und Teheran beschuldigte das Ausland. Am 31.10. beschuldigte der führende General Gholamreza Jalali die USA und Israel, die angeblich hinter dem Angriff gesteckt haben sollen. „Wir können es noch nicht beweisen, aber ich gehe davon aus, dass das zionistische Regime, Amerika und ihre jeweiligen Agenten für den Angriff verantwortlich sind“, sagte Jalali gegenüber dem staatlichen Fernsehen in einem Interview, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Die Ermittlungen liefen laut Kahi noch. * In der Vergangenheit hat der Iran Israel die Schuld für alles Mögliche gegeben, zum Beispiel für Demonstrationen. Im Juli behauptete Teheran, eine Gruppe von israelischen Mossad-Agenten festgenommen zu haben, die die Bevölkerung angeblich während der durch Wassermangel ausgelösten Demonstrationen zu Gewalt aufwiegeln wollten. Der Cyberangriff von letzter Woche hatte das IT-System blockiert, mit dem iranische Bürger ihren Tank füllen können – und zwar kostenlos oder mit subventionierten, vom Staat herausgegebenen digitalen Karten. Das hatte zu langen Schlangen und Frustrationen unter den Autofahrern geführt, die ohne Benzin dastanden. * Im Iran ist der Benzinpreis so niedrig wie sonst fast nirgendwo. Dennoch nutzen Autofahrer die vom Staat ausgehändigten digitalen Karten, wodurch ihr Benzin noch billiger wird. Den Bürgern steht jeden Monat eine bestimmte Menge an Kraftstoff zu, erst wenn sie aufgebraucht ist, müssen sie ihn etwas teurer bezahlen. (Times of Israel, VFI News)

Iranische Revolutionsgarde will Konfiszierung von Öl durch die USA im Golf von Oman verhindert haben

Die islamische Revolutionsgarde (IRGC) sagte am 3.11, sie habe mit einem Schnellboot ein Schiff der US-Marine im Golf von Oman abgefangen, welches iranisches, für den Export bestimmtes Erdöl konfiszieren wollte. So berichteten es zumindest die iranischen Medien, was ein anonymer Vertreter der USA leugnete. Das US-Schiff soll angeblich Öl von einem Tanker konfisziert und auf einen anderen Tanker (unterwegs mit ungekanntem Ziel) verfrachtet haben. Die IRGC behauptete, sie sei beim zweiten Tanker an Bord gegangen und habe diesen in iranische Gewässer geleitet. Die US-Marine soll erfolglos versucht haben, den Tanker mit Helikopter und Kriegsschiffen zu verfolgen. Daraufhin hätten die US-Truppen wiederum ohne Erfolg verhindern wollen, dass das Schiff iranisches Hoheitsgebiet erreicht. * Dem US-Vertreter zufolge hatte die IRGC dagegen im letzten Monat einen Tanker mit vietnamesischer Flagge ergriffen, wobei die US-Marine die Situation beobachtet habe. Die IRGC behaupteten in den iranischen staatlichen Medien: „Das rasche und entschlossene Eingreifen der IRGC-Schiffe hat die US-Terroristen daran gehindert, im Golf von Oman, iranisches Öl zu stehlen.“ * In den letzten Tagen meldete der Iran immer wieder, die iranische Marine habe „Piratenangriffe“ auf Öltanker im Golf on Aden, im Süden des Jemen und hinter dem Roten Meer vereitelt. Vier Schiffe mit je sechs bewaffneten Piraten hätten geplant, den Tanker zu entführen, der auf dem Weg in die Meeresstraße von Bab el-Mandeb war. Sie seien aber von der Marine des Irans gestoppt worden, wie die halboffizielle Nachrichtenagentur Tasnim meldete. Dem Bericht zufolge wollten die Piraten das Schiff kapern, wurden aber durch Warnschüsse abgeschreckt, was bei vielen Piratenangriffen der Fall sei. * Unabhängig davon hieß es von amerikanischer Seite gegenüber Reuters, dass sich mehrere (wahrscheinlich iranische) Drohnen dem US-amerikanischen amphibischen Angriffsschiff Essex in der Straße von Hormus genähert hatten. (Jerusalem Post, VFI News)

„Keiner Waffe, die gegen dich gebildet wird, soll es gelingen; und jede Zunge, die vor Gericht gegen dich aufsteht, wirst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit von mir aus, spricht der HERR.“ – Jesaja 54,17

Exquisiter goldener Ring mit einem Amethyst im byzantinischen Javne gefunden

Ein einzigartiger Ring aus Gold mit einem zartlilafarbenen Amethyst wurde bei Ausgrabungsarbeiten einer Weinkellerei aus der byzantinischen Zeit gefunden, wie die israelische Altertumsbehörde (IAA) nun mitteilte. Die Kellerei wurde für die Herstellung des legendären Weines aus der Region benutzt. Bezeichnet wurden die Weine nach den in der Nähe befindlichen Häfen, Gaza und Aschkelon, von wo aus sie in den gesamten Mittelmeerraum exportiert wurden. Der Schmuckstein wurde in der Nähe eines der alten Lagerhäuser entdeckt. „Die Person, der der Ring gehörte, war wohlhabend. Wenn damals jemand einen solchen Schmuckstein trug, war er ein Statussymbol und verwies auf Reichtum“, so Dr. Amir Golani, ein Experte der IAA, am Dienstag. Solche Ringe trugen wohl Männer wie Frauen. * „In der Bibel wird der Amethyst als einer der zwölf kostbaren Steine erwähnt, die der Hohepriester im Tempel auf seiner Brusttasche trug“, fügte der Experte hinzu. „Viele Eigenschaften werden mit diesem Schmuckstein, dem Amethyst, in Verbindung gebracht, zum Beispiel die Verhinderung von Nebenwirkungen beim übermäßigen Alkoholkonsum.“ Laut den Archäologen könnte es eine Verbindung geben zwischen der Qualität, die dem Stein zugeschrieben wird, und dem Ort, wo man ihn fand. Viele Krüge hat man im Warenhaus gefunden, manche davon auf dem Kopf, um sie auf diese Weise aufzubewahren oder zu trocknen, bevor sie wieder mit Wein gefüllt wurden. * Definitiv kann man den Ring nicht datieren. Gefunden wurde er an einer Stelle mit anderen Dingen, die auf das Ende der byzantinischen Zeit und den Anfang der islamischen Zeit deuten, das heißt auf das 7. Jahrhundert nach Christus. Allerdings waren ähnlich Ringe, also goldene Bänder mit eingelassenen Amethysten, in der Zeit der Römer weit verbreitet. Somit könnte das Juwel auch jemanden gehört haben, der schon im 3. Jahrhundert in der Stadt lebte. Nach der Zerstörung von Jerusalem im Jahr 70 n. Chr. hatte allerdings der Gelehrte Jochanan Ben Sakkai den Hohen Rat, also das höchste Gericht, welches für alle rechtlichen Belange zuständig war, nach Javne verlegt. Während der byzantinischen Zeit war es eine wichtige Stadt für Christen, wo es aber auch eine beträchtliche Anzahl von jüdischen Gläubigen gab. (Jerusalem Post, VFI News)

5. Mose 32,7

Acht Antiquitätenräuber auf der Suche nach Gold an Ausgrabungsstätte gestellt

Der Ort Beer Kalech befindet sich im Süden Israels. In der Vergangenheit war er wohl Jahrtausende lang bewohnt. Dafür gibt es archäologische Beweise. Wahrscheinlich lebten dort Menschen von der Bronzezeit (zwischen 3300 und 1200 vor Christus) bis zum Osmanischen Reich, das erst vor 100 Jahren zu Ende ging. Unter anderem gibt es dort alte Zisternen, Grabsteine und von Menschen hergestellte Höhlen, in denen Tauben gezüchtet wurden, die der Ernährung dienten und deren Kot als Dünger benutzt wurde. Vor kurzem drang eine Gruppe von acht Räubern dort illegal ein. IAA-Inspektoren fassten sie, als sechs der Diebe an dem historischen Ort anfingen zu buddeln, während zwei weitere die Arbeiten beobachteten. Die Verdächtigen kamen zum Verhör aufs Revier; sie sind Bewohner der Beduinenstadt Tel Scheva. In Israel gilt das Rauben und Beschädigen von historischen Fundstücken als Straftat, auf die bis zu fünf Jahre Haft stehen. „Leider glauben einige Bewohner im Süden die ‚Legenden’ über Goldschätze aus der Zeit des Osmanischen Reiches, die es im Süden geben soll“, so Amir Ganor, der Direktor der IAA-Abteilung zur Verhinderung von Raub. „Wir als IAA-Mitarbeiter stellen fest, dass es immer mehr kleine Gruppen von Antiquitätendieben gibt, die mit Werkzeug zu Ausgrabungsstätten gehen, nach verborgenen Hinweisen Ausschau halten und tiefe Löcher graben, wobei sie unser aller Erbe beschädigen.“ Laut Ganor ermutigen bekannte Scheiche unter den Beduinen solche Aktivitäten: „Der Scheich soll ihnen wohl helfen, das Gold zu finden und den ‚Dämonen’ zu bekämpfen, der den Schatz tief im Boden bewacht. Erst letzten Monat wurde ein berühmter Scheich zusammen mit anderen Verdächtigen in einem Graben in Nachal Schagav gefasst.“ (Jerusalem Post, VFI News)

Epheser 4,28

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1. Korinther 15,58.