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Bewaffnete Fatah-Männer bedrohen Banken vor Ort

Diese Woche gingen in verschiedenen palästinensischen Städten maskierte Männer auf die Straßen aus Protest gegen eine Entscheidung mehrerer Banken, die Konten von palästinensischen Häftlingen zu schließen, die in Hochsicherheitsgefängnissen in Israel sitzen. Die Entscheidung der Geldhäuser war eine Reaktion auf ein seit Samstag, den 9.5.2002 gültiges neues Gesetz, in dem es heißt: „Jeder, der Transaktionen mit Kapital, darunter auch mit Geld, durchführt, um eine Person zu unterstützen, zu befähigen oder zu belohnen, die ein mit Terrorismus in Verbindung stehendes Verbrechen zu begehen plant, begeht damit selbst eine kriminelle Handlung, auf die zehn Jahre Gefängnis und eine beträchtliche Geldstrafe stehen.“ * Die Schließung von Konten von Gefängnisinsassen führte zu einer Welle von Protesten von politischen Aktivisten, Angehörigen der Insassen und verschiedenen palästinensischen Gruppen des gesamten politischen Spektrums. Bei Dschenin und Nablus schossen die Demonstranten in die Luft und bedrohten Bankmanager, um diese zu zwingen, ihre Entscheidung rückgängig zu machen. Laut palästinensischen Quellen handelte es sich bei den Männern um Mitglieder der al-Aqsa-Brigaden, das heißt des bewaffneten Flügels der herrschenden Fatah-Fraktion unter Leitung des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas. Die Gruppe ist in Israel, der EU, Kanada und den USA als Terrororganisation eingestuft. * In einer Stadt traten Männer mit Gewehren vom Typ M16 in den Eingang der Bank von Jordanien. Nachdem sie mehrere Schüsse in die Luft abgefeuert hatten, verlas einer der Männer folgende Erklärung: „Wir werden mit eiserner Faust zuschlagen. Jeder sollte wissen, dass unsere Waffen jeden erreichen, der sich an die israelischen Vorschriften hält. Es ist eine Schande, sagen zu müssen, dass wir unsere eigenen Gefangenen und Märtyrer [Terroristen!] – nicht unterstützen.“ (VFI News)