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Netanjahu wägt Annektierungspläne gegen Friedensplan mit VAE auf

Am Donnerstag, den 13.8.2020 gab der israelische Premier Benjamin Netanjahu eine Rede in Washington – und zwar anlässlich eines historischen Abkommens zwischen seinem Land und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), das er als „den größten Schritt in Richtung Frieden zwischen Israel und der arabischen Welt in den letzten 26 Jahren“ bezeichnete. Seine Mitteilung über die Zustimmung der VAE zur vollständigen Normalisierung der Beziehungen zu Israel – im Austausch dafür, dass Netanjahu zustimmte, die kontroverse Annektierung „auszusetzen“, war eine atemberaubende Kehrtwende für den langjährigen Premier. Seine Bemühungen um die Souveränität über das Westjordanland hatten Netanjahu in eine Ecke bugsiert. Spitzenpolitiker aus der EU hatten versucht, ihm Angst einzuflößen; seine Koalitionspartner hatten ihn abblitzen lassen und er war abgelenkt von der Pandemie, die außer Kontrolle geriet, wobei das Ziel der Annektierung immer weniger greifbar war. Dank des Abkommens mit den Emiraten wird Netanjahu, der so lange wie kein anderer Premier gedient hat und sich in seiner Amtszeit einen Höhepunkt wünschte, nun in einem Atemzug mit Menachem Begin und Jitzchak Rabin genannt werden, die ebenfalls mit ehemals erbitterten Feinden Friedensverträge ausgehandelt hatten. (Fox, NYT, VFI News)

„Wenn möglich, so viel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden.“ – Römer 12,18