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Besondere Gefäße zeigen jüdische Geschichte nach der Zerstörung durch die Römer

Neue Forschungsergebnisse zeigen, wie das jüdische Leben im Land Israel nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Römer weiterging. Die Benutzung von Gefäßen aus Kreidestein, die in der Zeit des Zweiten Tempels sehr verbreitet waren, hörte nach der Zerstörung der Stadt im 2. Jahrhundert n. Chr. nicht auf, wovon man bisher ausgegangen war. Vielmehr ging es damit in Galiläa weiter, welches ab dem Zeitpunkt für zirka 200 Jahre zum neuen Zentrum des jüdischen Lebens wurde. Die meisten Experten gehen davon aus, dass es in der Zeit des Zweiten Tempels viele dieser Kreidesteingefäße gab, weil sie für die Einhaltung der jüdischen Reinheitsgesetze nötig waren. Demnach wurden die steinernen Gefäße nicht unrein, während Tongefäße extrem leicht verunreinigt wurden und schwer zu reinigen waren. Sepphoris nördlich von Nazareth war schon im 1. Jahrhundert n. Chr. ein großes jüdisches Zentrum und nahm danach weiter an Bedeutung zu. Der bekannte Rabbi Jehuda Hanasi veranlasste den Umzug des Sanhedrins (des Hohen Rates) in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts. (Jerusalem Post, VFI News)

„Ich lobe euch aber, dass ihr in allem meiner eingedenk seid und die Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet.“ – 1. Korinther 11,2