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Iran beschönigt Coronavirus-Zahlen

Am Montag, den 2.3.2020 hieß es in den Medien, der Iraner Mohammed Mirmohammadi sei am Coronavirus gestorben; er war Mitglied des inneren Kreises um den Ajatollah Ali Khomeini, den höchsten geistlichen Leiter im Iran. Dass ranghohe Vertreter des Landes infiziert sind, wurde durch mehrere Berichte bestätigt. Dem iranischen Gesundheitsministerium zufolge gibt es im Iran 2.336 Infizierte. Das Land hat bisher 77 Todesfälle bestätigt, die zweithöchste Zahl außerhalb von China, wo es rund 3.000 Opfer gab. Allerdings erklärte die iranische Widerstandsgruppe Volksmudschahedin (MEK), es seien inzwischen mehr als 1.000 Personen gestorben und 20 Mal so viel Menschen infiziert wie offiziell von der Regierung gemeldet. Nahost-Experte Michael Rubin vom American Enterprise-Institut erklärte, der Iran könnte zum größten Teil dafür verantwortlich sein, dass sich der Virus über die Landesgrenzen hinaus verbreitet. „Die Führung des Iran gibt lieber anderen Leuten und den Sanktionen die Schuld, anstatt selber verantwortungsvoll Maßnahmen zu ergreifen. Dadurch sterben noch mehr Menschen. Das ist nur eine Art und Weise, wie der Iran den Irak bestrafen wird – und vom Irak aus wird sich der Virus über den Rest des Nahen Ostens ausbreiten“, so Rubin. Der Iran hat wegen COVID-19 Schulen und Universitäten geschlossen. Doch schiitische Schreine wurden nicht abgeriegelt. Der Ausbruch von Corona hatte im Iran in der religiösen Stadt Ghom begonnen. Letzte Woche gab es Bilder von Iranern, die in einer Trotzreaktion gegen den Krankheit einige der Schreine anleckten. (VFI News)