VFI News 9. Februar 2020

Pegel vom See Genezareth nähert sich Obergrenze

„Auf deine Mauern, Jerusalem, habe Ich Wächter bestellt; den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine Ruhe, bis Er Jerusalem befestigt und bis Er es zum Ruhm macht auf der Erde!“ Jesaja 62,6-7

Nach dem ergiebigen Regen in Israel im letzten Monat ist der Pegel vom Kinneret, wie der See Genezareth auch heißt, um 1,27 m auf dem höchsten Stand seit 2013 angestiegen. Derzeit fehlen noch 1,4 m bis zum höchstmöglichen Pegel. Im Januar gab es soviel Niederschlag wie durchschnittlich in einem Jahr, mancherorts war es sogar doppelt so viel. Der Februar fing trocken an, Regen ist aber für das ganze Land für dieses Wochenende vorhergesagt. (VFI News) 

Danke an euch, liebe Fürbitter, für eure Gebete für Regen in Israel. „Er wird herabkommen wie ein Regen auf die gemähte Flur, wie Regenschauer, Regengüsse auf das Land.“ – Psalm 72,6 

Sudan will Beziehungen zu Israel verbessern

Am Montag, den 3.2.2020 hatte der israelische Premier Benjamin Netanjahu ein zweistündiges Gespräch mit General Abdel Fattah al-Burhan, dem Leiter des Hohen Rates im Sudan. Als Leiter des Militärs stimmte er zu, auf die Normalisierung der Beziehungen hinzuarbeiten; das wäre ein historischer Schritt für ein Mitglied der arabischen Liga, die den jüdischen Staat nie anerkannt hat. Der US-amerikanische Außenminister Michael Pompeo begrüßte die Gespräche und dankte General al-Burhan für seine Pionierschritte. Eine Normalisierung der sudanesisch-israelischen Beziehungen wäre wie eine Gutschrift auf Netanjahus Konto der diplomatischen Errungenschaften, schließlich wird in Israel in einem Monat zum 3. Mal innerhalb von zwölf Monaten gewählt. * Im Jahr 1967 hatten sich die arabische Staaten im Sudan versammelt und eine Erklärung, die so genannten „Drei Neins“, herausgegeben: nein zur Anerkennung Israels, nein zum Frieden mit Israel und nein zu Verhandlungen mit Israel. (VFI News)

„Und Nationen wandeln zu Deinem Licht hin, und Könige zu dem Glanz Deines Aufgangs.“ – Jesaja 60,5

Auswirkungen der sudanesischen Entscheidung

Nicht allen Menschen mag bewusst sein, dass die Republik Sudan ein arabisches Land und Mitglied der arabischen Liga ist. Während die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) versucht, arabische Staaten gegen den US-Friedensplan aufzuhetzen, taut eines der größten arabischen Länder seine eingefrorenen Beziehungen zu Israel wieder auf. In der Vergangenheit hatten die Sudanesen viele der wichtigsten islamistischen Terrororganisationen zusammengebracht und Trainingslager bereitgestellt, zum Beispiel für die Moslembruderschaft, die Hisb-Allah und die PLO. Der Sudan war einer der Staaten, der den saudischen Dschihad-Kämpfer Osama bin Laden ins Land ließ. Teheran erlangte für seine Marine Zugang zur wichtigsten Hafenstadt des Sudans am Roten Meer; Bur Sudan ist außerdem die größte sudanesische Stadt außerhalb der Hauptstadtregion. Häufig hatte die iranische Marine Waffen an Bord, die nach Norden transportiert wurden – mit Sinai und Gaza als Bestimmungsort. Es war auch eine der Schlüsselrouten für die Hamas, als diese ihre Kapazität, gegen Israel Krieg zu führen, ausbaute. Der Sudan hat seine proiranische Ausrichtung geändert und orientiert sich jetzt an Saudi Arabien, wodurch die sudanische Lieferkette für die Hamas gekappt wurde. Sudan war in vielen Bereichen Teil der gemeinsamen Front gegen Israel. Dadurch, dass er nun die Beziehungen zum jüdischen Staat neu entwickeln will, ist jene Front gespalten. Die Mächte, die in den letzten zwei Jahrzehenten gegen den Westen Krieg führten, haben nun einen ihrer wichtigsten Stützpunkte verloren. (Jerusalem Post, VFI News)

Sechs Länder sagen nein zur EU-Resolution, die Friedensplan verurteilen wollte

Am Dienstag, den 4.2.2020 versuchte Josep Borrell, der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik in der Kommission von der Leyen, gemeinsam mit den 27 EU-Außenministern, die dem Rat für Außenpolitik angehören, eine Resolution zu versabschieden. Mit besagter Resolution sollte der Friedensplan der Regierung Trump von letzter Woche kritisiert werden. Borrell warnte eindringlich vor der Absicht Israels, Judäa und Samaria innerhalb von Wochen zu annektieren. Das israelische Außenministerium setzte sich bei den Regierungen von EU-Mitgliedsstaaten stark gegen die Resolution ein, denn sie wäre einseitig gewesen und hätte die Palästinenser ermutigt, direkte Verhandlungen zu vermeiden. Mindestens sechs Mitgliedsstaaten stimmten Israel zu und blockierten die Resolution. Dazu zählten Italien, Ungarn, Österreich, die Tschechische Republik und zwei nicht genannte Nationen. Ihr Widerstand machte die von Borrell geplante, gemeinsame Erklärung zunichte, denn außenpolitische Erklärungen der EU müssen von allen 27 Ländern getragen werden. Die Führung Israels reagierte heftig auf die Bemerkungen des Spaniers Borrell, der sein Amt im Dezember 2019 antrat. Der Sprecher des israelischen Außenministeriums Lior Haiat schrieb auf Twitter: „Die Tatsache, dass der erst seit kurzem amtierende Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Josep Borrell sich – nur wenige Stunden nach seinen Treffen mit Vertretern des Irans – mit drohenden Worten gegen Israel äußerte, ist bedauerlich und gelinde gesagt merkwürdig. Eine derartige Politik und Vorgehensweise ist der beste Weg, um die Rolle der EU im Friedensprozess zu minimieren.“ (VFI News)

Neuer Friedensplan, alte palästinensische Reaktion

Mit dem von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Plan würde im Verlaufe der Zeit ein Palästinenserstaat entstehen, der zu 70 % aus Judäa und Samaria besteht. Das hat die Führung der Palästinenser natürlich abgelehnt, weil dies ihren Minimalforderungen nicht entspräche und einen guten Teil des Gebietes in israelischer Hand beließe. Die Palästinenser wollen ganz Judäa und Samaria sowie Ostjerusalem – Gebiete, die Israel im Krieg im Jahr 1967 eingenommen hatten – für einen unabhängigen Staat und die Vertreibung von 700.000 Israelis, die in diesen Gebieten leben. Aber das ist noch nicht alles. Die Fatah-Bewegung reagierte auf den Friedensplan in der offiziellen PA-Zeitung al-Hayat al-Jadida. Darin erklärte sie, ein künftiger PA-Staat müsse aus dem gesamten aktuellen Staat Israel sowie aus [den palästinensischen Gebieten] Judäa, Samaria und Gaza bestehen. Mahmud Abbas, der Vorsitzende der PA und der Fatah, mag unterstreichen, dass die Palästinenser nur an den Grenzen von 1967 interessiert, aber das ist nicht das, was er bisher von sich gab und die Botschaft der PA leugnet dies auch. Die Führung der PA und der Fatah nutzen oft Ausdrücke wie „vom Fluss bis zum Meer“, um „Palästina“ zu definieren und sie leugnen das Existenzrecht Israels. Die Palästinenser erinnern immer noch an den Unabhängigkeitskrieg und an die Staatsgründung Israels im Jahr 1948 als „Nakba“ (zu Deutsch: Katastrophe). Das ganze bezeichnen sie auch als „Besetzung“, die sie beenden wollen. (VFI News) 

Palästinenser: „Ganz oder gar nicht.“

Für die meisten Palästinenser begann die „Okkupation“ im Jahr 1948, als der Staat Israel geboren wurden. Sie werden keine Ruhe geben, bis der jüdische Staat eliminiert ist. Der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas sagte im Oktober 2013 im PA-Fernsehen: „Das gesamte palästinensische Land ist besetzt; Gaza ist besetzt; das Westjordanland [Judäa und Samaria] ist besetzt; das Gebiet von 1948 [sprich Israel] ist besetzt und Jerusalem ist besetzt.“ Eine vom Palästinensischen Zentrum für öffentliche Meinung im Juni 2019 erstellte Studie ergab, dass nur 30 % der Palästinenser im Westjordanland für eine Zwei-Staaten-Lösung sind. Die Mehrheit sagt: „Der Konflikt sollte nicht beendet werden und der Widerstand sollte weitergehen, bis das gesamte, historische Palästina befreit ist.“ Man kann nicht missverstehen, was bei allen propalästinensischen Demonstrationen gefordert wird: „Vom Fluss bis zum Meer – Palästina must befreit werden.“ Mit dem Fluss ist der Jordan und mit dem Meer das Mittelmeer gemeint. Mit anderen Worten ist Israel ihrer Meinung nach Palästina. (VFI News)

„Den Weg des Friedens kennen sie nicht, und kein Recht ist in ihren Bahnen. Ihre Pfade machen sie krumm: jeder, der sie betritt, kennt keinen Frieden.“ – Jesaja 59,8

Palästinenser wollen die Wahrheit nicht zugeben

Ihre über Jahrzehnte aufgebaute grandiose Erwartung war und ist ein internationaler Plan, mit dem Israel ein unabhängiger PA-Staat im gesamten Westjordanland aufgezwungen, samt Massenrückkehr, die das Fundament des zionistischen Staates zertrümmern würde. Den meisten arabischen Staaten ist der israelisch-palästinensische Konflikt ein Dorn im Auge, weil sie selbst genug Probleme haben. Viele Politiker im sunnitischen Block glauben, dass jetzt, wo Israel das Prinzip einer Zwei-Staaten-Lösung anerkannt hat, Abbas seinen Boykott beenden und an den Verhandlungstisch mit den Amerikanern zurückkehren sollte. Die USA hatten sich in der Vorbereitung große Mühe in Bezug auf moderate arabische Staaten gemacht. Der saudische Kronprinz versuchte, Abbas zu überzeugen, dass es kein „Desaster“ wäre, wenn sich die PA-Hauptstadt im Bezirk Abu Dis von Jerusalem befände. (Israel Hayom)

Gesichtsmasken zum Schutz vor dem Coronavirus

Um sich vor dem Virus zu schützen, hat die israelische Firma Sonovia eine waschbares, antivirales Material entwickelt, auf dem Bakterien und Viren sofort absterben, wenn sie damit in Kontakt kommen. Sonovia benutzt Schallwellen, um die Oberfläche des Stoffes mit metallischen Nanopartikeln wie Zink- oder Kupferoxid zu durchtränken, welche antivirale Eigenschaften haben; das heißt, sie zerstören die Viren, wodurch potentiell Menschenleben gerettet werden können. Premier Netanjahu erklärte: „Unser oberstes Ziel ist es, die Ankunft des Virus in Israel hinauszuzögern... Dann werden wir die Betroffenen identifizieren, behandeln und isolieren. Im Moment sind Grenzübergänge zu Land, zu Wasser und an Flughäfen für Passagier aus China gesperrt.“ Bis Mittwoch, den 6.2.2020 berichtete China von offiziell mindestens 490 Toten und 24.324 Infizierten. (VFI News)

Bitte betet weiter für die rasche Auslöschung des Coronavirus sowie für Heilung für Infizierte und Trost, Hoffnung für die trauernden Familien. – Jesaja 53,4, 1. Petrus 2,24 Psalm 91,3 + 6

Bitte unterstützt uns weiterhin 

Danke für eure Großherzigkeit, mit der ihr VfI so treu befähigt, Hoffnung und praktische Hilfen weiterzugeben auch in diesem neuen Jahr 2020. 

„Wer des Armen sich erbarmt, leiht dem HERRN; und er wird ihm seine Wohltat vergelten.“ – Sprüche 19,17