VFI News 21 Dezember 2019

SCHÖNE FEIERTAGE!

„Das Volk, das Volk, das im Finstern wandelt, hat ein großes Licht gesehen; die im Land des Todesschattens wohnen, Licht hat über sie geleuchtet.“ Jesaja 9,1

Juden und Christen auf der ganzen Welt werden nächste WocheChanukkaund/oder Weihnachten feiern. Wir zünden die erste Hanukkah-Kerze am Sonntag, den 22.12. bei Sonnenuntergang an. All unseren Freunden nah und fern frohe, gesegnete Feiertage voller Liebe, Freude und Wunder! * Die Geschichte von Chanukka: Dieses frohe Fest erinnert an Ereignisse, die sich vor über 2000 Jahren in Judäa zutrugen, als der syrische König Antiochus den Juden befahl, die Thora aufzugeben und griechische Götzen öffentlich anzubeten. Dieses Dekret führte zu einer Rebellion. Unter Leitung von Judas Makkabäus eroberte die nur kleine jüdische Armee den Tempel in Jerusalem zurück, der von den Syrern entehrt worden war. In einer achttägigen Feier reinigten die „Makkabäer“, wie die Rebellen genannt wurden, den Tempel und weihten ihn erneut ein. Übrigens bedeutet Hanukkah „Einweihung“. Gemäß des Talmuds, also der niedergeschrieben Version der mündlich überlieferten jüdischen Gesetze und Kommentare, war für den Leuchter nur genug geheiligtes Öl für einen Tag vorhanden, doch es reichte für acht Tage. Beim Hanukkah-Fest spielt das abendliche Anzünden der achtarmigen Menora – mit einem Platz für eine neunte Kerze zum Entzünden der anderen Kerzen – eine zentrale Rolle. Vom ersten bist zum letzten Abend wird jeweils eine weitere Kerze angezündet, so dass die Menora am Ende in voller Pracht erstrahlt.(VFI News) 

„Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“ – Johannes 1,5  

KRAPFEN, KARTOFFELPUFFER UND GEBACKENE APFELKÜCHLE

Viele jüdische Feste werden hauptsächlich zu Hause mit Freunden gefeiert, wobei Speisen eine Hauptrolle spielen. Chanukka ist da keine Ausnahme. Seit Jahrhunderten genießen Juden traditionell in Öl Gebackenes und denken dabei an den Ölkrug im Tempel, dessen Öl auf wundersame Weise acht Tage reichte. Ein typisches Menü an Chanukka klingt so, als wäre es von unter 12-jährigen erstellt worden, denn man kann definitiv nicht von fettarm sprechen: in reichlich Öl ausgebackene Kartoffelpuffer, „Latkes“ genannt; mit Erdbeermarmelade gefüllte und Puderzucker bestäubte Krapfen („Sufganiyot“); Apfelküchle; mit Käse gefüllte Blintzen usw. Auf den Märkten in Israel duftet es süß, da ein Händler nach dem anderen seine winterlichen Speisen feilbietet. Jüdische Mütter bereiten die reichhaltigen Gaumenfreuden zu Hause vor, ohne Kalorien zu zählen, und zünden Kerzen an. Es ist ja schließlich Chanukka. Die glutenfreien Fruchtshakes stehen für Januar wieder auf dem Speiseplan.(VFI News)

GENERAL WASHINGTON und CHANUKKA IM JAHR 1777

Wir von Vision für Israel freuen uns, dass wir so kurz vor Chanukka 2019 diese inspirierende Geschichte weitergeben können. Der Winter im Jahr 1777 war nahezu unerträglich streng. Die im Valley Forge stationierten Soldaten wussten gar nicht, warum genau sie dort waren. Unter ihnen gab es einen jüdischen Soldaten und es war gerade der erste Abend vom Chanukka. Als alle Soldaten fest in ihren Zelten schliefen, nahm er seine Menora, zündete eine Kerze an, sprach den Segen und betrachtete die kleine Flamme, die vor sich hin tanzte. Plötzlich stand der General persönlich neben ihm. Er sah ihn an und fragte vorsichtig: „Warum weinen Sie? Ist Ihnen kalt, mein Freund?“ Der Soldat sprang auf und salutierte. „Ich weine vor meinem Vater im Himmel... Ich bete für Ihren Erfolg, General Washington. Ich kam in dieses Land, um vor der Verfolgung von Tyrannen zu fliehen, die meine Familie, meine Stadt und meine Nation seit ewig unterdrücken. Die Despoten werden gestürzt, aber Sie werden siegreich sein!“ Der General erwiderte: „Danke!“ und setzte sich auf den Boden vor die Menora. „Was haben wir hier?“ „Das ist ein Leuchter. Juden auf der ganzen Welt zünden heute Abend die erste Kerze zum Chanukka-Fest an. Damit erinnern wir uns an ein großes Wunder, dass unsere Vorfahren erlebten. Sie hatten im Vergleich zu den riesigen Armeen nur eine kleine Schar, aber sie hielten dank ihres Gottvertrauens durch und erlebten ein Wunder.“ Das helle Licht ließ die Hoffnung in den müden Augen des Generals neu aufleuchten und er rief: „Sie sind Jude? Dann stammen Sie von einem Volk von Propheten ab! Und Sie sagen, wir werden den Krieg gewinnen?“ „Ja“, antwortete der Soldat zuversichtlich. Der General stand auf; sein Gesicht strahlte mit neuer Hoffnung. Beide Männer gaben sich die Hand. Washington fragte den Soldaten nach Namen und Adresse und verschwand wieder. Am ersten Abend von Chanukka im Jahr 1778 saß der jüdische Kriegsveteran bei sich zu Hause in der Broome Street in New York. Die erste Chanukka-Kerze brannte auf dem Fensterbrett. Da klopfte es an seiner Tür. Seine Frau machte die Tür weit auf und zu ihrer Überraschung stand Präsident Washington vor der Tür. „Da brennt das berühmte Licht, die Chanukka-Kerze“, rief er glücklich, als er sie im Fenster sah. „Diese Flamme und Ihre erstaunlichen Worte entzündeten in einer dunklen, bitterkalten Nacht ein Licht in meinem Herzen“, erinnerte er sich. „Die Lage war angespannt, aber Ihre Worte waren eine große Ermutigung für mich! Sie beflügelten mich mit neuer Hoffnung. Ihnen wird in Kürze eine Ehrenmedaille der Vereinigten Staaten von Amerika für ihre Courage im Valley Forge überreicht. Aber heute Abende bekommen Sie schon etwas von mir.“ Mit diesen Worten legte er eine Goldmedaille auf den Tisch, auf der eine Chanukka-Menora mit einer brennenden Kerze wie auch die Worte: „Als Zeichen der Dankbarkeit für das Licht Ihrer Kerze. George Washington“ eingraviert waren.(VFI News, Jerusalem Post)

„Ich habe dich auch zum Licht der Nationen gesetzt, um Meine Rettung zu sein bis an das Ende der Erde.“ – Jesaja 49,6b

OH, NEIN! WIEDER WURDE EIN AGENT IN SAUDI ARABIEN GEFASST

Vor kurzem war auf Twitter zu lesen, dass erneut ein Agent des zentralen israelischen Nachrichten- und Sicherheitsdienstes (Mossad) im Norden Saudi Arabiens gefasst wurde. Laut der offiziell von Saudi Arabien veröffentlichten Nachricht handelte es sich bei dem „Mossad-Agenten“ um einen israelischen Geier, der mit fototechnischer „Spionageausrüstung“ unterwegs war. Die „Helden“ der saudischen Sicherheitskräfte wollten den Vogel festnehmen und zum Verhör schleppen. Doch der unschuldige Vogel war bloß ein Geier mit einem Nachverfolgungssender am Körper von der Fakultät für Veterinärmedizin der Universität von Tel Aviv. Der Fachbereich studiert das Flugverhalten dieser Vögel in der Region. * Es war nicht das erste Mal, dass ein „Mossad-Agent“ dieser Art in einem arabischen Land eingefangen wurde. Vor einigen Jahren wurde zum Beispiel ein anderer Geier im Libanon gefangen und sogleich beschuldigt, die Hisb-Allah für Israel auszuspionieren. Haifische, Tauben, Störche und sogar Eichhörnchen zählen zu den Tieren, denen in den letzten paar Jahren vorgeworfen wurde, für Mossad tätig zu sein. Traurig aber wahr ist, dass ein von Palästinensern eingefangener Truthahn vor einigen Jahren mehrere Tage lang im Gefängnis saß, bevor er der Spionage für schuldig erklärt, kurz darauf getötet und den Gefängniswärtern als Abendessen vorgesetzt wurde.(Israel Today, VFI News) 

„Die Gottlosen fliehen, obwohl kein Verfolger da ist; aber die Gerechten sind getrost wie ein junger Löwe. – Sprüche 28,1

MEHR NICHTJÜDISCHE EINWANDERER ALS JÜDISCHE

Über 27.300 Menschen kamen zwischen Januar und Oktober 2019 nach Israel. Im gesamten Jahr 2018 waren es 28.000 gewesen, ein Rekord, der diesen Monat wohl übertroffen wird. Letztes Jahr war auch das erste in der Geschichte der Einwanderung nach Israel, in dem es mehr Nichtjuden als Juden gab, die in den jüdischen Staat zogen. Die Einwanderer aus den ehemaligen Sowjetrepubliken und aus dem Baltikum haben jüdische Vorfahren, dürfen aber nicht als Juden heiraten – aufgrund des vom Staat kontrollierten rabbinischen Gerichtssystems. Laut eines Berichts in den israelischen Medien vor kurzem sind seit 1948 3,3 Millionen Menschen nach Israel eingewandert, rund 44 % seit 1990.(VFI News)

„Wie Er auch in Hosea sagt: Ich werde Nicht-Mein-Volk Mein Volk nennen und die Nicht-Geliebte Geliebte.“ – Römer 9,25

PRINZ CHARLES WILL ISRAEL IM NEUEN JAHR BESUCHEN

Prinz Charles, der britische Thronfolger, wird im Januar 2020 erstmals in offizieller Kapazität nach Israel kommen. Auf dem Terminkalender steht die Teilnahme am Welt-Holocaust-Forum in der Gedenkstätte in Jad Waschem. Bis im letzten Jahr der Sohn von Prinz Charles, Prinz William, zu einem Staatsbesuch in Israel eintraf, hatte kein ranghohes Mitglied des britischen Königshauses Israel einen offiziellen Besuch abgestattet. Die Königin beispielsweise hat den jüdischen Staat noch nie besucht. Ihr Ehemann, Prinz Philip, hat allerdings in der Vergangenheit das Grab seiner Mutter auf dem Ölberg besucht. Seine Mutter, Prinzessin Alice von Griechenland, hatte eine jüdische Frau namens Rachel Cohen und ihre beiden Kinder im Holocaust versteckt und war von Jad Waschem als „Gerechte unter den Nationen“ geehrt worden. Viele gehen davon aus, dass die königliche Familie nicht nach Israel reist, weil die zionistischen Bewegung gewaltsam gegen britische Bürger vorging, als das Vereinigte Königreich das Mandat über Palästina hatte, ein Gebiet, das aus dem modernen Israel, Jordanien und dem Territorium der Palästinensische Autonomiebehörde bestand. Die Themen Antisemitismus und britisch-israelische Beziehungen waren während der Wahlkampagne zur jüngsten Wahl in Großbritannien eine dunkle Wolke in den Köpfen britischer Juden, weil der Chef der Labour Party, Jeremy Corbyn, dem Antisemitismus vorgeworfen wird, gegen den amtierenden Premier Boris Johnson angetreten war. Corbyn, der Israel heftig kritisiert, hatte angekündigt, dass er nach seinem Wahlsieg Palästina als Staat anerkennen und Israel keine Waffen mehr liefern würde. Doch die konservative Partei fügte der Labour am Donnerstag, den 12.12.2019 eine herbe Niederlage bei. Johnsons Partei holte 365 der 650 Sitze im britischen in Parlament. Labor bekam nur 203. (VFI News)

„Und Nationen wandeln zu deinem Licht hin, und Könige zu dem Glanz deines Aufgangs.“ – Jesaja 60,3

ZEIT FÜR EINE BESONDERE SPENDE FÜR JERUSALEM

Das Jahr 2019 geht zu Ende und wir wollen allen danken, die dieses Jahr gegeben haben. Wir hätten Bedürftige in Israel nicht ohne euch Unterstützung segnen können. Wenn ihr die Gelegenheit wahrnehmen wollt, Israel noch vor dem Jahresende zu segnen, könnt ihr dies noch bis zum 31.12. tun und dafür einen Spendenbescheid für 2019 bekommen. Danke für eure Großherzigkeit, mit der ihr Vision für Israel so treu befähigt, Hoffnung und praktische Hilfen weiterzugeben – jetzt und auch 2020. Herzlichen Dank!