VFI News 25. April 2020

Jüdische Bevölkerungszahl weit unter der vor dem Holocaust

„Tröstet, tröstet mein Volk! Spricht euer Gott. Redet zum Herzen Jerusalems, und ruft ihr zu, dass ihre Mühsal vollendet, dass ihre Schuld abgetragen ist, dass sie von der Hand des HERRN Zweifaches empfangen hat für alle ihre Sünden.“ Jesaja 40,1-2

Laut eines diese Woche vom israelischen Amt für Statistik veröffentlichten Berichtes zählte die jüdische Bevölkerung Ende 2018 weltweit 14,7 Millionen. Aus den am Vorabend des Holocaust-Gedenktages präsentierten Informationen geht hervor, dass die Zahl der Juden auf dem Globus damit weiter unter dem Höchststand von vor dem Holocaust liegt. Im Jahr 1939, kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, gab es weltweit über 16,6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens. Am Vorabend der Staatsgründung 1948 betrug die Zahl der Juden weltweit 11,5 Millionen, von denen 650.000 (6 %) in Israel lebten. Ende 2018 war die jüdische Bevölkerung auf 14,7 Millionen gestiegen, von denen 6,7 Millionen, das heißt 45,6 %, im jüdischen Staat lebten. Die zweitgrößte Anzahl an Juden in der Welt lebt in den USA, genauer gesagt 5,7 Millionen Menschen jüdischen Glaubens, gefolgt von Frankreich mit rund 450.000 Juden. (VFI News)

Wir kennen die tragischen Kapitel aus der Vergangenheit, wonach die jüdische Bevölkerung wegen Antisemitismus, Hass und Gewalt reduziert wurde. Doch egal, ob wir in die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft schauen, wir entscheiden uns dazu, Gott zu loben, denn Er ist dabei, Seine jahrtausendealte Verheißung für Sein Volk herbeizuführen: „Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es besitzen; und Er wird dir wohltun und dich vermehren über deine Väter hinaus.“ – 5. Mose 30,5

Sirenen für Holocaust-Opfer

Am Dienstag, den 21.4.2020 waren um 10 Uhr für zwei Minuten die Sirenen in ganz Israel zu hören. Israelis hielten inne, um der sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust zu gedenken. Alle Fußgänger, der gesamte private und öffentliche Verkehr standen still zu Ehren der Opfer des nazistischen Völkermords, durch den ein Drittel der Juden auf der Welt ausgelöscht wurden. (VFI News)

Rivlin vergleicht Verbreitung des Antisemitismus mit Corona

Am Abend des 20.4.2020 sandte der israelische Präsident Reuven Rivlin anlässlich des Holocaust-Gedenktages eine Videobotschaft. Normalerweise findet die Eröffnungszeremonie vor geladenen Gästen statt. Das war dieses Jahr aufgrund der Empfehlungen des Gesundheitsministeriums im Zusammenhang mit Corona nicht möglich. Rivlin sagt: „Liebe Brüder und Schwestern, liebe Holocaust-Überlebende – auch in zweiter und dritter Generation, liebe Familien, liebe israelische Mitbürger! In den vergangenen Wochen scheint es, als wäre die Welt zum Stillstand gekommen. Derzeit bestimmt der Kampf gegen Corona unsere Agenda von einer Nachrichtensendung bis zur nächsten, von einer Anweisung zur nächsten. Darum können wir uns heute Abend leider nicht versammeln, wie wir das sonst jedes Jahr am Platz des Warschauer Gettos in Jad Waschem tun. Dabei dürfen wir jedoch der aktuellen Bedrohung nicht erlauben, einen Schatten auf das Gedenken an die Vergangenheit zu werfen. Wir müssen uns erinnern. Wir erinnern uns. Wir werden uns weiterhin erinnern. Unseretwillen und für künftige Generationen. Die Bedrohungen in der Gegenwart verschleiern die Bedeutung dieses heiligen Tages nicht. Genau 75 Jahre ist es her, dass die Pforten der Höllen geöffnet wurden. Im Frühling 1945, einige Monate nachdem die Verbrennungsöfen in Auschwitz abgestellt wurden, schien die Sonne über Bergen-Belsen und anderen Lagern. Für 6 Millionen Brüder und Schwestern war das zu spät. Als die Befreier in die Lager kamen, standen sie vor der Hölle auf Erden. Leichen lagen am Boden und abgemagerte Menschen liefen dazwischen umher. Sie waren wie wandelnde Tote, ausgehungert, am Verdursten, erschöpft und krank. Ihre Familien wurden ermordet und verbrannt, waren massakriert worden oder galten als vermisst. Sie hatten alles verloren, selbst die Fähigkeit zu weinen.

Liebe Mitbürger, es war der menschliche Geist, der über den Holocaust triumphierte. Die Bestie des Nazismus hatte menschliche Körper besiegt, aber nicht den Geist. Auf dem Pfad der Tränen, im Tal der Hölle, in einer gespaltenen Welt bar jeder Solidarität, als der Tod jeden Tag unter ihnen wandelte, setzten unsere Brüder und Schwestern ihr Leben aufs Spiel, um die Schwächsten unter sich zu retten. Kein einziger Jude, der jener Hölle entfloh, tat dies, ohne dass ihm ein anderer Jude, ein anderer Mensch, geholfen hätte. Verfolgte Juden, die selbst nichts hatten, bewiesen Mut, Einfallsreichtum und Menschlichkeit, um Leben zu retten. Sie bewiesen, selbst am tiefsten Punkt kann und muss man sich dazu entscheiden, an den grundlegenden jüdischen Werten des Lebens und der gegenseitigen Verantwortung festzuhalten. Die aktuelle Pandemie, die nicht zwischen Menschen unterscheidet, unterstreicht nur, dass wir uns der menschlichen Solidarität ebenso verpflichtet fühlen wie der gegenseitigen Verantwortung und dem kompromisslosen Kampf gegen Antisemitismus und Hass, welche sie wie ein Virus unter den Menschen verbreiten. Liebe Brüder und Schwestern, liebe Holocaust-Überlebende, liebe Helden der Unabhängigkeit! Erinnerungen leben länger als die, die sie haben. Wir versprechen, die Fackel des Gedenkens weiterzureichen – mit euch und in eurem Auftrag.“ (VFI News)

„Ihr werdet wissen, dass Ich in Israels Mitte bin und dass Ich, der HERR, euer Gott bin und keiner sonst. Und Mein Volk soll nimmermehr beschämt werden.“ – Joel 2,27

Trump rief zu einer ganzen Woche des Gedenkens an den Holocaust auf

US-Präsident Donald Trump rief am Freitag, den 17.4.2020 eine Woche zum „Gedächtnis der Opfer des Holocaust“ aus. Er sprach weiterhin von den Bemühungen seiner Regierung, im ständigen Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus. Die Woche des Gedenkens begann am Sonntag, den 19.4.2020. Jom HaSchoah, der Holocaust-Gedenktag, begann wie alle jüdischen Feiertage am Vorabend, das heißt dieses Jahr am Abend des 20.4. Präsident Trump hob hervor, dass unter den im Holocaust ermordeten Menschen 6 Millionen jüdische Männer, Frauen und Kinder waren, die alle zu Opfern der „Endlösung“ des Dritten Reiches wurden. Er sagte, Juden in Amerika würden auch heute noch verfolgt und verwies deswegen auf seine Durchführungsverordnung vom Dezember 2019. Darin geht es um die bestehenden zivilen Rechte zum Schutz von Juden an Universitäten im Rahmen des US-amerikanischen Bürgerrechtsgesetzes aus dem Jahr 1964. Das Gesetz befasst sich mit Angriffen auf Juden, weil sie eine Rasse sind beziehungsweise, weil sie eine gemeinsame nationale Identität verbindet. (VFI News)

Corona führt zu starkem Anstieg bei Antisemitismus

Es hat während Corona einen starken Anstieg von Antisemitismus gegeben, so Moshe Kantor, dem Gründer des Kantor Center. Kantor dient derzeit als Präsident des Europäischen jüdischen Kongresses. Weiter sagte er am Montag, den 20.4., seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie sei die Anzahl der Anschuldigungen gegen Juden rasant gestiegen. Juden seien als Einzelpersonen und Gruppen für die Verbreitung des Virus verantwortlich oder profitierten davon, so die Anschuldigungen von Extremisten im rechten und linken Spektrum. Die Sprache erinnere eindeutig an das Mittelalter, als die Juden ebenso angeklagt wurden, Krankheiten zu verbreiten, Brunnen zu vergiften und die Wirtschaft zu kontrollieren. Kantor ist besorgt, dieser Extremismus könne sich wegen Corona noch weiter verschlimmern. „Neben dem Versuch, den Virus zu kontrollieren, und den Bemühungen, eine Wirtschaftskrise abzufangen, darf die internationale Gemeinschaft nicht ignorieren, dass es in Politik und Gesellschaft auch schon Anfänge einer Krise gibt“, fügte er hinzu. (VFI News)

„Mehr als die Haare meines Hauptes sind derer, die ohne Ursache mich hassen; mächtig sind meine Vertilger, die ohne Grund mir feind sind; was ich nicht geraubt habe, muss ich dann erstatten.“ – Psalm 69,5

Israel hat eine neue Regierung

Am Montag, den 20.4.2020 teilten Benjamin Netanjahu und der Chef der Blau-weißen-Partei Benny Gantz mit, sie wären zu einer Vereinbarung gekommen, dank der es möglich wird, eine neue Regierung zu bilden. Drei Wahlen innerhalb von wenigen Monaten hatten zu einem Stillstand, ja einer politischen Lähmung, und zu Angst vor einer vierten Wahl innerhalb eines Jahres geführt. Seit März zogen sich die Gespräche hin, die mehrfach in einer Sackgasse endeten. Laut der neuen Vereinbarung wird nun erst Netanjahu und dann Gantz für je anderthalb Jahre Premierminister sein. Große Kompromisse waren auf beiden Seiten nötig. In drei erbitterten Wahlkampagnen hatten Gantz und seine Partei versprochen, sie würden nie in einer Regierung unter Netanjahu dienen, solange ihm Korruption vorgeworfen wird. Doch da die Corona-Krise schlimmer wurde, änderte Gantz letzten Monat seine Meinung und akzeptierte das Angebot von Netanjahu, eine gemeinsame Regierung zu bilden, um sich dem Kampf gegen die Pandemie vereint widmen zu können. (VFI News)

Ein ganzes Jahr lang war Israel unfähig, wichtige Entscheidungen zu treffen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ranghohe Vertreter in den verschiedenen Ministerien erklärten wiederholt, neue Projekte könnten nicht durchgeführt werden. Wichtige Maßnahmen konnten nicht implementiert, langfristige Pläne nicht in Angriff genommen werden. Das Wirtschaftsministerium konnte nicht mit den Reformen für niedrigere Lebenshaltungskosten weitermachen. Die Ernennung von ranghohen Beamten wie Richtern und Polizeichefs war nicht möglich. Alles war eingefroren. Bitte geht in die Fürbitte für die neue israelische Regierung. Möge sie stark sein. Mögen die Spitzenpolitiker und offiziellen Vertreter in der Lage sein, zusammenzuarbeiten und Fortschritte zu machen bei all dem, was viele Monate lang ins Stocken geraten beziehungsweise zum Stillstand gekommen war. Mögen sie wissen, wie sie in Bezug auf Corona vorgehen sollen. – 1. Timotheus 2,1-4, Jakobus 1,5

Der Name Israels aus neuer Bibelübersetzung gestrichen

Eine neue revidierte Ausgabe der dänischen Bibelübersetzung „Die Christliche Bibel“ hat 60 Nennungen von Israel gestrichen. Mit einer Ausnahme wurde das Wort „Israel“, egal ob es sich auf das Land oder das Volk bezog, mit „Juden“ oder dem „Land der Juden“ ersetzt. An manchen Stellen wurde „Israel“ ganz gestrichen, ohne das dafür ein alternativer Terminus verwendet wurde, heißt es in einem Zeitungsartikel. Die an der revidierten Fassung beteiligten Übersetzer erklärten, der Bezug auf Israel sei entfernt worden, um das historische Land Israel vom modernen Staat Israel zu unterscheiden. Allerdings behielten sie die Wörter für andere alte Nationen oder deren geografisches Gebiet bei, die heute noch denselben Namen haben, wie zum Beispiel Ägypten. (Arutz 7, VFI News)

Eine 1. Frage wäre: Könnte es sich hierbei um eine hässliche Form von Antisemitismus handeln? Zweitens: Wie ein Gelehrter einmal sagte, hat Gott nur ein Buch geschrieben, die Bibel. Vieles in der Bibel spricht prophetisch über Israel, das jüdische Volk, das Land und kommende Ereignisse in der Welt, die mit Israel in Zusammenhang stehen. Es scheint ein sehr törichtes und gefährliches Unterfangen zu sein, Nennungen von Israel aus irgendeinem Teil der Bibel zu streichen. „Und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott sein Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, wovon in diesem Buch geschrieben ist.“ – Offenbarung 22,19

Segnet Israel in der Krise

Wir von Vision für Israel wenden uns erneut an euch, unsere treuen Leser und Spender. Helft Israel jetzt in dieser Notsituation. Wir arbeiten Tag und Nacht, um den Bedürfnissen zu begegnen. Noch nie war es eine solche Herausforderung, wie in dieser beispiellosen Zeit, um Spendengelder zu bitten. Über eine Million Arbeiter und Angestellte sind in dem vom Tourismus geprägten Israel plötzlich arbeitssuchend. Wir brauchen dringend übernatürliche, göttliche Versorgung, um diverse humanitäre Projekte weiter unterstützen zu können. Ihr findet die bebilderten Projekte hier:https://www.visionforisrael.com/de/projekte

Wir danken euch von ganzem Herzen, dass ihr Israel auch jetzt großzügig zur Seite steht. „Weinte ich denn nicht über den, der harte Tage hatte? War meine Seele nicht um den Dürftigen bekümmert?“ – Hiob 30,25 , 1. Korinther 15,58