VFI News 8. August 2020

Explosion in Beirut ist das Resultat von jahrelanger Korruption

Im Libanon sind es die Menschen gewöhnt, auf ihre Regierung zornig zu sein, denn die Wirtschaft ist am Kollabieren, der Strom wird häufig stundenlang abgeschaltet und eine bewaffnete Gruppe dominiert die Politik des Landes. Schock und Horror nach der gewaltigen Explosion am Dienstag, den 4.8.2020 im Hafen von Beirut sitzen tief. Die Detonation war ein weiterer Tiefschlag für die demoralisierte Bevölkerung, die nun 157 Todesopfer beklagt und an die Tausenden von Verwundeten denkt. Mitten in der schlimmsten Krise in der Geschichte des Libanon löste diese Katastrophe einen neuen, schmerzhaften Tiefpunkt aus. Der Grund für die Explosion ist noch unbestätigt, jedoch deutet alles auf Fahrlässigkeit durch die Regierung hin. Viele Libanesen stimmen dieser Einschätzung offensichtlich zu. Offiziell teilte der Direktor für öffentliche Sicherheit Abbas Ibrahim mit, dass am Dienstag 2.750 Tonnen an hoch explosivem Ammoniaksalpeter in Flammen aufgingen. Der pulverförmige Gesteinssprengstoff auf Nitratgrundlage wurde seit 2013 im Hafen gelagert. Einer Recherche des in Katar ansässigen arabischen Nachrichtensenders Al-Jazeera zufolge liegen eine Reihe von Briefen von Badri Daher, dem Leiter des Zollamtes vor, der darum bat, diese Lieferung abholen zu lassen. Doch die Behörden reagierten nie darauf. (TOI, VFI News)

Bitte betet für göttliche Heilung und Wiederherstellung für die Verwundeten. Betet, dass die noch Vermissten gefunden werden; für Frieden und Trost für die Trauernden; für Rettung. „Weint mit den Weinenden.“ – Römer 12,15; 1. Petrus 2,24; Psalm 121,2

Solidarität mit dem libanesischen Volk

„Heute Nacht werden wir unser Rathaus mit den Farben der libanesischen Flagge anleuchten. Die Menschen müssen wichtiger sein als Konflikte und wir sind in Gedanken bei dem Volk, über das ein solches Desaster hereingebrochen ist“, so der Bürgermeister von Tel Aviv Huldai am Mittwoch auf Twitter. Viele Israelis erklärten, wie geschockt sie von dem schrecklichen Unglück seien und bekundeten der libanesischen Bevölkerung ihr Beileid, obwohl zwischen den beiden Ländern Feindschaft herrscht. Ein Bewohner von Tel Aviv namens Russel erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er sei sehr stolz, in der Stadt zu leben. „Unschuldige Menschen wurden getötet und wir sind in Gedanken bei den Hinterbliebenen. Es hat nichts mit Politik zu tun. Es hat nichts mit Grenzen zu tun, sondern es hat mit Menschen zu tun und Tel Aviv ist eine Stadt, die Menschen liebt“, sagte er. * Bereits in der Vergangenheit hatte Tel Aviv sein Rathaus mit den Farben der Flaggen von Ländern angeleuchtet, in denen es zu Katastrophen gekommen war, z. B. nach der Massenschießerei in Las Vegas im Oktober 2017, nach dem tödlichen Angriff in Barcelona im August 2017 und zweimal nach Terroranschlägen in Ägypten im selben Jahr. (TOI, VFI News)

Israel bietet dem Libanon nach Unglück Hilfe an

Unter Federführung von Verteidigungsminister Gantz und Außenminister Aschkenasi wandte sich Israel noch am Dienstag über internationale Mittler an den Libanon und bot der Regierung dort von Netanjahu bewilligte medizinische und humanitäre Hilfe an. Der Premier instruierte den Leiter des Nationalen Sicherheitsrates Meir Ben-Schabbat mit dem UN-Gesandten Nikolai Mladenow zu sprechen, um herauszufinden, wie Israel dem Libanon sonst noch helfen könne. In einem Interview mit Channel 12 News sagte Aschkenasi: „Wir verfolgen die Entwicklungen im Libanon. Ich sehe keinen Grund, an den Berichten aus Beirut zu zweifeln, dass es sich um ein Unglück handelt, das durch einen Brand ausgelöst wurde.“ Auch der israelische Präsident Rivlin bot der libanesischen Regierung Unterstützung an. Er schrieb auf Facebook: „Wir nehmen aufrichtig Anteil am Schmerz des liberianischen Volkes und bieten ihm in dieser schweren Zeit unsere Hilfe an.“ (INN, VFI News)

Bitte betet für die Führung im Libanon, dass sie die so dringend nötige Hilfe annimmt. Möge sie politische Ansichten und anderen Groll zur Seite legen und ihre Pflicht gegenüber ihrem Volk erfüllen. „Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid: Du, Du zogst liebevoll meine Seele aus der Vernichtung Grube; denn alle meine Sünden hast du hinter Deinen Rücken geworfen.“ – Jesaja 38,17; Römer 10,20

Israelis in der Nähe der Grenze haben keinen Zugang zu Schutzräumen

Vier Jahre nach dem ersten staatlichen Bericht darüber, ob die Heimatfront auf Raketenangriffe vorbereitet ist, haben Millionen von israelischen Bürgern keinen adäquaten Schutz für ihr Zuhause. Hinzu kommt, dass die Pläne zur Evakuierung der Bevölkerung nicht fertig sind. Wie aus dem neuen Prüfbericht weiter hervorgeht, sind von September 2000 bis September 2019 rund 21.000 Mörsergranaten und Raketen auf Israel abgefeuert worden. In einem künftigen Krieg werden es wahrscheinlich Zehntausende von Raketen und anderen Geschossen sein. Doch laut der aktuellen Einschätzung haben rund 2,6 Millionen Einwohner (d. h. 28 %) keinen Schutz in der Nähe ihrer Häuser. Von den 12.601 öffentlichen Schutzräumen wurden 2.494 (20 %) als mangelhaft eingeschätzt. Der Verteidigungsapparat würde notwendige Teile der Infrastruktur nicht ausreichend schützen können. Ein Plan müsse erarbeitet und die Mittel für dessen Umsetzung zur Verfügung gestellt werden, so der Bericht. (Jerusalem Post, VFI News)

„Gott ist meine starke Festung, und Er lenkt vollkommen meinen Weg.“ – 2. Samuel 22,33

Britische Musiker verurteilen Antisemitismus

Hunderte von britischen Musikern und führenden Persönlichkeiten in der Musikbranche haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem Antisemitismus und andere Formen von Hass verurteilt werden. Zuvor hatte es einen Skandal um den britischen Rapper Wiley gegeben, dessen Twitter-Konto geschlossen wurde, weil er antisemitische Inhalte gepostet hatte. Zu den Unterzeichnern gehören Niall Horan (früher Mitglied von One Direction), Rockmusiker wie The 1975, Lily Allen, Rita Ora, Lewis Capaldi und James Blunt, aber auch marktführenden Musiklabels wie Universal Music, Warner Music und Sony Music. „Von Sklaverei bis zum Holocaust haben wir alle schmerzliche Erinnerungen. Der Grund für jegliche Art von Rassismus ist Unwissenheit, mangelnde Bildung und das Beschuldigen anderer.“ Die prominenten britischen Popstars, Liedermacher, Manager, Musiklabels und Herausgeber, von denen die meisten nicht jüdisch sind, bekundeten jetzt ihrer Solidarität, nachdem die schlimmen Äußerungen von Wiley letzte Woche überall für Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Viele britische Juden boykottierten Twitter 48 Stunden lang, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Twitter hatte sich tagelang Zeit gelassen, um die diffamierenden Äußerungen zu löschen und Wiley vollkommen zu blockieren. Der Rapper hatte antisemitische Tweets gepostet, weil er auf seinen jüdischen Manager zornig war. (INN, VFI News)

„Glückselig, die das Recht bewahren, der Gerechtigkeit übt zu aller Zeit!“ – Psalm 106,3 und Jakobus 1,20

Israel holt zum ersten Mal in zehn Jahren eine Goldmedaille bei Internationaler Chemie-Olympiade

Israelische Schüler holten sich dieses Jahr ihre erste Goldmedaille bei der internationalen Chemie-Olympiade. Hinzu kamen zweimal Silber und einmal Bronze. „Das israelische Bildungssystem hat eine weitere beeindruckende Errungenschaft in den Naturwissenschaften vorzuweisen“, so der Generaldirektor des Bildungsministeriums Amit Adri. „Der Sieg der Schüler bei der internationalen Chemie-Olympiade und beim europäischen Physikwettbewerb setzen Israel an die Weltspitze in den Naturwissenschaften.“ Adri fügt hinzu, er würde in Zukunft gern mehr Schülerinnen sehen. „Da das Thema so wichtig ist, beabsichtige ich, dieses Ziel aktiv zu verfolgen.“ Israel nimmt seit 2006 an der Olympiade teil. Dieses Jahr fand sie – von der Türkei veranstaltet – wegen Corona über Zoom nur online statt. (Jerusalem Post, VFI News)

Höchster Pegel im See Genezareth seit 27 Jahren

Der See von Galiläa wies Anfang August 2020 den höchsten Wasserspiegel seit August 1993 auf. Dem Wasseramt zufolge liegt er derzeit bei -209,39 m, d. h. 59 cm unter der oberen „Roten Linie“. Das bedeutet, der See ist praktisch voll. Seit dem letzten Monat hat er 25 cm verloren. Anfang August 1993 lag der Pegel bei 209,01 m unter dem Meeresspiegel. Die kostenlose hebräische Tageszeitung Israel Hayom schrieb, der Pegel vom Toten Meer läge bei -434,72 m. Er war letzten Monat um 13 cm bzw. seit Anfang des hydrologischen Jahres um 55 cm gesunken. Im gleichen Zeitrahmen des Vorjahres sank der Pegel im Toten Meer um 16 cm. Im April wies der See von Genezareth einen Pegel von 20 cm unter dem möglichen Höchststand auf. Deswegen war sogar die Öffnung des Degania-Damms diskutiert worden. (INN, VFI News)

Danke, Herr, für Regen!

Heuschrecken auf dem Menü

Auf dem Bauernhof von Hargol Foodtech in den israelischen Golanhöhen ist ein ehemaliger Hühnerstall jetzt voll mit Tausenden von Robinien, einer Art von Grashüpfern, die äußerst destruktiv ist, wenn sie als Schwarm unterwegs ist. Die Heuschrecken leben in klimatisierten Käfigen und fressen in den drei Monaten, in denen sie leben, Weizengras. Dann werden sie abgekühlt, getötet und gebacken. Dror Tamir, der Chef von Hargol, sagte gegenüber AFP, er habe als Kind immer wieder gehört, wie die Heuschrecken in den 1950-er Jahren die Felder des Kibbuz zerstörten. Dennoch betrachteten die jemenitischen Juden vor Ort die Grashüpfer nicht als Plage, die ihre Ernte zerstörten, sondern als essbare Nahrungsquelle, erinnert sich Tamir. Er gründete Hargol (auf Deutsch: Grashüpfer) vor sechseinhalb Jahren, nachdem ihm klar geworden war, die Insekten stellten die Lösung eines Problems dar. Die Firma will die erste sein, die Grashüpfer kommerziell züchtet und der Welt eine gesündere, nachhaltigere Quelle für Eiweiß bietet. (INN, VFI News)

Segnet Israel in der Krise

Wir von Vision für Israel wenden uns erneut an euch. Wir brauchen dringend übernatürliche, göttliche Versorgung, um diverse humanitäre Projekte weiter unterstützen zu können. Ihr findet die bebilderten Projekte auf unserer Website: https://www.visionforisrael.com/de/projekte

Wir danken auch von ganzem Herzen, dass ihr Israel auch jetzt großzügig zur Seite steht. Hiob 30,25 , 1. Korinther 15,58